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Mehr Anmeldungen für Glaubenskurs

Kardinal Marx spendet 22 Erwachsenen Taufe, Firmung und Erstkommunion

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Kardinal Marx im Bamberger Dom
München - 22 Neugetaufte, mehr Anmeldungen für einen Glaubenskurs: Im Erzbistum München und Freising tut sich was. Kardinal Marx pocht auf die Bedeutung der Kirche.

Die katholische Kirche ist nach den Worten des Münchner Kardinals Reinhard Marx noch eine der wenigen Kräfte weltweit, die auf der Seite der Menschenrechte und für Zusammenarbeit steht. Sie setze sich unermüdlich für die universale Würde aller Menschen ein, sagte Marx am Sonntagnachmittag bei einem Gottesdienst in der Münchner Jesuitenkirche Sankt Michael. Dort spendete er 22 Erwachsenen die Sakramente der Taufe, der Firmung und der Eucharistie.

Die Kirche steht dafür, "dass wir zusammengehören, dass Jesus ein Bruder aller Menschen ist und dass wir Getauften in besonderer Weise diesen Weg zu gehen haben", sagte der Erzbischof von München und Freising. Die Getauften träten in eine Gemeinschaft ein, die keine Grenzen kenne: "Für uns Christen gibt es nur noch Brüder und Schwestern, die auf einer Höhe mit uns stehen. Wir erhöhen uns nicht über andere." Alle Christinnen und Christen seien miteinander unterwegs und hätten den Menschen viel zu geben.

Den erwachsenen Neu-Katholiken, denen er die drei Sakramente spendete, wünschte Marx, immer wieder neu zu erfahren, "dass wir aufgeklärte Menschen sind und dass das Licht in uns leuchtet". In ihren Herzen mögen die Taufe, die Firmung und die Eucharistie lebendig bleiben, ihnen Rückenwind geben, Freundschaft und eine Hoffnung, die unzerstörbar sei.

Mehr als ein Vertrag

Die drei Sakramente seien das Zeichen dafür, dass das Reich Gottes angebrochen sei, sagte Marx: "Brot und Wein werden verwandelt. Der Himmel berührt die Erde. Wir sitzen an seinem Tisch. Diese drei Sakramente sind ein Bund, der viel tiefer geht als ein bloßer Vertrag, den wir gegenseitig abschließen. Dieser Bund wird in Euren Herzen geschlossen."

Die zehn Frauen und zwölf Männer im Alter zwischen 17 und 60 Jahren waren in den vergangenen Monaten in der Glaubensorientierung der Erzdiözese in Sankt Michael auf den Empfang der Sakramente vorbereitet worden. Sie wurden in die kirchliche Gemeinschaft eingeführt, lernten die Heilige Schrift und den Gottesdienst kennen. In Gruppen- wie auch Einzelgesprächen setzten sie sich mit dem christlichen Glauben auseinander und reflektierten ihren individuellen Glaubensweg. Zu diesem Kurs hatten sich mehr als doppelt so viele Anwärter wie im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres angemeldet.

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