Kardinal Marx würdigt heilige Mutter Teresa
Als großes Geschenk an die Kirche hat Kardinal Reinhard Marx die vor einer Woche heiliggesprochene Mutter Teresa gewürdigt. Die Heiligsprechung habe ihn sehr bewegt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Sonntag in München bei einem Dankgottesdienst. Er sei der Ordensfrau 1979 kurz nach seiner Priesterweihe begegnet und habe ihr den Primizsegen spenden dürfen. Dies habe ihn über die Jahre geprägt und in eine besondere Beziehung zu ihr gebracht.
Am Zeugnis der neuen Heiligen messen lassen
Bei dem Gottesdienst in München-Sendling rief Marx zugleich zu einem verstärkten öffentlichen Zeugnis für die Armen und Schwachen auf. Die Kirche müsse sich dabei stets am Zeugnis der neuen Heiligen messen lassen.
Die Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa von Kalkutta (1910-1997) ist als "Mutter der Armen" bekannt. Als Albanerin mit bürgerlichen Namen Agnes Gonxha Bojaxhiu im heute mazedonischen Skopje geboren, gründete sie 1949 in Indien die "Missionarinnen der Nächstenliebe". Vor allem ihre Heime für Findelkinder und ihre Sterbehäuser für Obdachlose machten sie weltweit bekannt. (KNA/jhe)
Lange hatten sie gewartet, am Sonntag war es dann endlich so weit: Mutter Teresa wurde heiliggesprochen. Für tausende Pilger ein Moment ausgelassener Freude. Doch nicht alle hatten Zeit, das Ereignis zu feiern.