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Sternberg: Dafür habe sich auch der Papst ausgesprochen

Katholiken-Komitee fordert "synodale Kirche"

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Leipzig - Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Sternberg, hat für mehr Mitspracherechte der Laien in der Kirche plädiert. Dafür habe sich auch der Papst ausgesprochen, sagte er. Weiter rief Sternberg zu einer Abgrenzung von der AfD auf.

Wenn ein synodales Gremium geschaffen werde, sei die Repräsentativität der entscheidende Punkt. Hierbei komme dem ZdK eine entscheidende Rolle zu, so Sternberg: "Ich kenne keine andere katholische Gruppierung, die eine Laienrepräsentanz in dieser Weise bieten kann." Zugleich machte Sternberg deutlich, dass das ZdK in einem bundesweiten synodalen Gremium von Laien- und Kirchenvertretern "nicht völlig aufgehen darf". Die Eigenständigkeit müsse auf jeden Fall erhalten bleiben.

Nach Sternbergs Auffassung kommt es künftig darauf an, wie politische Äußerungen der Kirche mit einer Stimme öffentlich formuliert werden können. Ein synodales Gremium könnte Bischöfen und Laien eine solche Stimme verleihen. An der zweitägigen Rätetagung nahmen knapp 100 Vorsitzende und Geschäftsführer der Diözesanräte sowie Vertreter des ZdK teil.

ZdK fordert deutliche Abgrenzung von der AfD

Weiter rief Sternberg erneut zu einer klaren Abgrenzung von der AfD auf. "Das ist ein Sammelbecken von Rechtsradikalen und Proteststimmen, die in anderen Koalitionen kein Gehör zu finden glauben", sagte er. Die AfD sei trotz aller Landtagswahlprognosen "keine ernstzunehmende Partei". Die Vorsitzende Frauke Petry wolle, "dass sie die anerkannte Partei rechts der CDU wird - den Gefallen sollten wir ihr nicht tun".

Linktipp: Veranstalter bekräftigen Nein zur AfD-Teilnahme

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken hat unter dem Eindruck der aktuellen Debatte um Aussagen der AfD im Februar bekräftigt, keinen Vertreter der Partei im Programm des Katholikentags im Mai in Leipzig mitwirken zu lassen.

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Sternberg verteidigte bei einer Rätetagung des Spitzengremiums der Laienkatholiken die Entscheidung des ZdK, beim 100. Katholikentag im Mai in Leipzig keine AfD-Vertreter auf Podien einzuladen. "Wir sollten die Köpfe einer Protestbewegung mit solch fremdenfeindlichen Einstellungen nicht dadurch adeln", betonte Sternberg. Die Entscheidung wurde nicht nur von der AfD, sondern auch von Politikern wie der früheren Berliner Ausländerbeauftragten Barbara John (CDU) kritisiert.

ZdK-Generalsekretär Stefan Vesper berichtete, dass etwa Dreiviertel der Zuschriften an das Laiengremium die Entscheidung ebenfalls kritisiert hätten. Der Hauptvorwurf sei dabei, dass ein Dialog unterdrückt werde. "Das ist jedoch falsch, da beim Katholikentag sehr wohl die Sorgen der AfD-Sympathisanten zur Sprache kommen, und das ist das Entscheidende", betonte Vesper. Die überwiegende Mehrheit der anwesenden Diözesanräte erklärte ihre Unterstützung für die Position des ZdK.

Zugleich betonten die Rätevertreter, dass es wichtig sei, sich den Menschen zuzuwenden, die wegen diffuser Ängste und Politikverdrossenheit mit der AfD sympathisierten. Mehrere Räte berichteten, dass es auch unter katholischen Laien und Klerikern AfD-Anhänger gebe. ZdK-Präsident Sternberg rief in diesem Zusammenhang dazu auf, die Befürchtungen der AfD-Sympathisanten durch Informationen zu entkräften: "Die AfD schürt die diffusen Ängste, da sie ihr Humus sind." Zugleich mahnte er eine klare Positionierung gegen Fremdenfeindlichkeit an: "Das ist unser christlicher Auftrag." (luk/KNA)

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