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"Geistliche Begleiterin" als Vorbild für die Kirche?

Kfd-Studie: Mehr als 630 Frauen in geistlichen Ämtern

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Eine Frau in der Kirche
Düsseldorf - Nicht nur der Synodale Weg diskutiert über eine gerechtere Teilhabe von Frauen am kirchlichen Leben. Auch die kfd will ihren Beitrag leisten. Eine Studie und ein fast 30 Jahre existierendes geistliches Amt sollen dabei helfen.

Deutschlandweit sind über 630 Frauen für die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) als geistliche Begleiterinnen und Leiterinnen im Einsatz. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Katholische Theologie und ihre Didaktik in Münster, heißt es in der neuen Ausgabe des kfd-Mitgliedermagazins "Junia" (Juli/August). Die Frauen arbeiten demnach in ihren geistlichen Ämtern sowohl auf Diözesan- wie auch auf Dekanats- und Pfarreiebene. Für die Studie seien die kfd-Diözesanverbände wie auch die geistlichen Leiter- und Begleiterinnen selbst befragt worden.

Die Auseinandersetzung der kfd mit ihren geistlichen Ämtern stehe im Kontext der Bemühungen um eine Steigerung der Zahl von Frauen in kirchlichen Leitungspositionen und aktueller Diskussionen um die Zulassung von Frauen zu den Weiheämtern, heißt es weiter. "Die damit einhergehende Frage nach bestehenden Möglichkeiten der kirchlichen Partizipation und Verantwortungsnahme von Frauen gibt dem Amt der Geistlichen Leiterin/Geistlichen Begleiterin eine besondere Relevanz, da dieses als mögliches Vorbild für andere Bereiche kirchlichen Handelns in den Blick kommt." Die kfd will weitere Ergebnisse der Studie und entsprechende Handlungsempfehlungen auf ihrer Bundesversammlung im September vorstellen.

Amt existiert schon seit den 90ern

Das Amt der Geistlichen Leiterin/Begleiterin existiert in der kfd bereits seit den 1990er-Jahren. Die Frauen üben ihr Amt entweder allein oder gemeinsam mit einem Priester aus. Sie sollen unter anderem andere Frauen ermutigen, ihre Charismen zu entdecken und zu entfalten, Mitsorge tragen für die Vertiefung des Glaubens oder Frauen darin bestärken, sich in alle Formen von Gottesdienst einzubringen.

Um die Rolle der Frau in der katholischen Kirche geht es auch beim Synodalen Weg. Unter dem Titel "Frauen in Diensten und Ämtern" wird dort über die gleichberechtigte Partizipation am kirchlichen Leben diskutiert. Dabei ist unter anderem die mögliche Zulassung von Frauen zum Diakonat ein Thema. (bod)

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