Kinder helfen und lernen durch Weihnachtsschmuck
Die bundesweite Kirchenaktion "Weihnachten weltweit" ist am Dienstag in Essen eröffnet worden. Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, bastelten auf dem Essener Weihnachtsmarkt mit Kindern Christbaumschmuck aus fair gehandelten Materialien. Die ökumenische Aktion soll Kinder mit der Lebenswelt von Gleichaltrigen in Ländern des Südens vertraut machen.
Dabei werden fair gehandelte Weihnachtskugeln aus Pappmaschee und Sterne aus Recyclingpappe von den Kindern in Deutschland bemalt oder beklebt. Die Materialien selbst stammen aus Thailand, Indien und Peru. Mit dem Verkauf werden Familien in den Herkunftsländern der Weihnachtsartikel unterstützt. Träger der Aktion sind neben "Brot für die Welt" und dem Kindermissionswerk "Die Sternsinger" auch die katholischen Hilfswerke Adveniat und Misereor.
Overbeck, der auch Adveniat-Bischof ist, verwies auf die Bedeutung des Sterns in der Bibel: Er erinnere uns an die biblische Geschichte, in der erzählt wird, dass Sterndeuter einem besonderen Stern gefolgt sind. "Er hat sie zum neugeborenen Jesus-Kind in der Krippe geführt." Seit dem stehe für die Christen der Stern für Christus selbst. "Er ist der Leitstern; er bringt Licht in das Dunkel im Leben vieler Menschen", so der Bischof. Er leuchte uns voran, damit auch wir zu Lichtbringern für andere würden. Damit es jedoch weltweit Weihnachten werden könne, brauche es viele Lichtbringer. "Mitmachen bei der Aktion 'Weihnachten Weltweit' ist da ein guter Anfang."
Rekowski betonte, evangelische wie katholische Christen unterstützten den fairen Handel. "So geben wir die Liebe Gottes in der Weihnachtszeit weiter", sagte der Präses.
Kugeln, Sterne und Engel kosten als Zehner-Set jeweils 20 Euro und sind online bestellbar. Mit dem Kauf der weißen Rohlinge sorgen Käufer in Deutschland dafür, dass die herstellenden Familien in den Herkunftsländern der Materialien ein faires und geregeltes Einkommen erhalten, wie es hieß. Pädagogische Materialien auf der Homepage von "Weihnachten weltweit" sollen zudem einen Blick in die Lebenswelten Gleichaltriger weltweit ermöglichen. (bod/KNA)