"Kirche im Kleinen"
Das gelte gerade einem gesellschaftlichen Umfeld, in dem eine christliche Grundprägung nicht mehr selbstverständlich sei und in dem Familien bei der Ausübung des Glaubens immer weniger auf bewährte und vertraute Bahnen zurückgreifen könnten. "Familien sind kleine und unmittelbare Gemeinschaften von Menschen, die miteinander auf der Suche nach der richtigen Ausrichtung ihres Lebens sind. Wo, wenn nicht im familiären Kreis, stellen sich die großen Fragen des Lebens?", sagte Tebartz-van Elst.
Die richtige Ausrichtung im Leben
Die deutschen Bischöfe haben den Familiensonntag 1976 ins Leben gerufen. 2013 steht er unter dem Leitwort "Ehe und Familie - Liebe miteinander leben. Alles kommt ins Lot?". Der Limburger Oberhirte bezeichnete das Lot als Sinnbild dafür, das Leben in der richtigen Ausrichtung zu sehen. "Das ist es jedenfalls, was man sich wünscht, wenn man hofft, dass ‚die Dinge ins Lot kommen’: Klarheit, Orientierung und die Gewissheit, dass es ein sinnvolles Weshalb und Wohin gibt".
Der Familiensonntag solle auch Anlass sein, die Leistung der Familien bei der Glaubensweitergabe stärker zu würdigen und sie so zu unterstützen, dass sie sich angenommen fühlten. Gleichzeitig warnte er vor einer Klage über den Verlust christlicher Familienkultur. Diese sei nicht zielführend.
Mit dem Familiensonntag wollen die deutschen Bischöfe die Anliegen und Aufgaben von Ehe und Familie in besonderer Weise in den Fokus der Aufmerksamkeit von Kirche und Gesellschaft zu stellen. (gho)
Weitere Informationen zum Familiensonntag bietet die Homepage ehe-familie-kirche.de