"Kirche muss überzeugen"
Bode nahm dabei nicht nur die Bischöfe in die Pflicht: Die Kirche müsse sich darum bemühen, dass der Glaube "in den großen Krisen unserer Zeit" nicht verloren gehe. Dafür müssten Christen Taufe und Firmung als Auftrag verstehen, den Glauben "auf eine sehr persönliche, dem Menschen zugewandten Weise" weiterzugeben. Die Pastoralkommission bemühe sich daher, die Laien zu befähigen, "als Christen ihr Zeugnis geben zu können".
Dazu gehöre auch, Laien stärker einbeziehen und ihnen mehr Verantwortung zu übertragen. Bode hält dies für eine Möglichkeit, Gläubige wieder zu mehr Gemeindearbeit zu inspirieren: "Wenn Menschen spüren, sie können Gemeinde selbst mitgestalten, entsteht mehr Mut und Vertrauen." Es gehe nicht darum, dass die Ehrenamtlichen dem Klerus nur zuarbeiteten, sondern dass sie – vor allem vor Ort – das Gesicht der Kirche prägten.
Dies könne auch die Seelsorger entlasten und dafür sorgen, dass die sich wieder auf ihre Hauptaufgabe konzentrieren könnten: "Viele Leute sorgen sich, wie die Kirche den Menschen überhaupt noch nah sein kann." Bode sagte, er sehe die Gefahr, dass die Seelsorge immer anonymer werde, wenn Gemeinden zusammengelegt würden und der pastorale Raum immer größer werde. Viele befürchteten, dass Priester immer mehr zu Managern würden. Wenn Laien mehr Aufgaben in der Verwaltung übernähmen, würden Seelsorger in diesem Bereich entlastet, so Bode. (mir)