Kirche und Kapelle mit Fäkalien beschmiert
In der bayerischen Kleinstadt Markt Schwaben sind in der Nacht zum Montag eine Kapelle und eine Kirche mit Fäkalien beschmiert worden. Am Montagvormittag bemerkten Anwohner die Schmierereien an der Pfarrkapelle und die noch viel drastischere Beschädigung an der Pfarreikirche St. Margaret. Dort hatten die Täter laut Pfarrer Herbert Walter die komplette Nordseite bis auf drei Meter Höhe mit Exkrementen beworfen. An der Sakristei seien die Fäkalien sogar in Form einer Fratze, möglicherweise des Teufels, hingeschmiert worden, sagte der Pfarrer katholisch.de gegenüber.
Die Tat mache Walter traurig und fassungslos: "Wie kann jemand darauf Lust haben, mit der Hand in einen Koteimer zu fassen und an eine Wand zu schmieren?" Dennoch möchte er vorerst keine höheren Sicherheitsvorkehrungen wie Überwachungskameras einführen. Eine Kirche sei für ihn ein privater Rückzugsort für stilles Gebet. Wenn es in Zukunft weitere mutwillige Zerstörungen und Vandalismus geben sollte, müsste man wohl oder übel darüber nachdenken.
Kirche war frisch restauriert
Neben den beiden Kirchengebäuden wurden auch mehrere Schulen im Ort mit Fäkalien beschmiert. Die Polizei habe die Aktion zunächst als "Dumme-Jungen-Streich" heruntergespielt, erzählt der Pfarrer. Doch diese Tat könne für die Pfarrgemeinde teuer werden: Etwa auf 5.000 Euro schätzt Walter die Kosten für Reinigung und den nötig gewordenen neuen Anstrich. Ärgerlich sei für ihn vor allem, dass die Kirche frisch restauriert war. (jcm)