Kirchen begrüßen höhere Wahlbeteiligung in NRW
Die beiden großen Kirchen in Nordrhein-Westfalen haben die höhere Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl begrüßt. Im Vergleich zur Landtagswahl 2012 stieg sie von 60 auf voraussichtlich 66 Prozent. Der Leiter des Katholischen Büros NRW, Antonius Hamers, sagte dem Kölner domradio, dies zeige, wie viele Menschen sich mit der Demokratie, mit dem Rechtsstaat und mit dem Land identifizierten. "Es ist zugleich auch ein wichtiges Indiz dafür, dass durchaus die Arbeit derjenigen, die hier politische Verantwortung übernommen haben, wertgeschätzt wird."
Rekowski: Demokratie hat gewonnen
Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, erklärte auf dem Internetportal: "Ich finde, das zeigt, dass die Demokratie gewonnen hat und dass sich mehr Menschen als bei der letzten Landtagswahl einmischen. Dass sie sagen: Ich will mitgestalten, ich will mich zu Wort melden.
Als für die Kirchen wichtige Themen mit der neuen Landesregierung bezeichnete Rekowski den Zusammenhalt der Gesellschaft, eine Bildungspolitik, die Chancengleichheit ermögliche, sowie die Finanzierung von Kindertagesstätten. "Wir werden da in einen konstruktiven Dialog eintreten."
Mit Blick auf den Einzug der AfD in den Landtag sagte Hamers, er werde als Vertreter der Bischöfe "auch mit den Populisten am rechten wie am linken Rand sprechen beziehungsweise für Gespräche zur Verfügung stehen, soweit die gewünscht sind". Klar sei, dass "das nicht unbedingt unsere Lieblingspartner sein werden". Er lasse sich aber auch gerne überraschen.
Spaltung statt Zusammenhalt?
Rekowski erklärte, nun müsse sich zeigen, "ob sich die Partei weiterhin als eine Protestbewegung versteht, oder ob sie sich konstruktiv in die Politik einmischen wird". Problematisch fände er, wenn in der AfD weiterhin die Stimmen den Ton angäben, denen es nicht um den Zusammenhalt, sondern um die Spaltung der Gesellschaft gehe. (KNA/fxn)
Er sei ein echter "Öcher" (Aachener) "mit Liebe zu Karneval, zum Reitturnier und zum Aachener Dom", so Armin Laschet. Jetzt könnte der CDU-Bundesvize Ministerpräsident in NRW werden. Regierungserfahrung hat er schon.