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Berliner Erzbischof spricht bei Renovabis-Kongress

Koch: Ohne Orden stünde die Kirche arm da

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Freising - Berlins Erzbischof Heiner Koch hat das Wirken der Ordensleute in Osteuropa gewürdigt. Besonders die Lebensregeln der Orden würden ein wichtiges Signal aussenden.

Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat das Wirken der Ordensgemeinschaften in Mittel- und Osteuropa gewürdigt. "Wir stünden ganz arm da, wenn wir sie nicht hätten", sagte der Vorsitzende des Trägerkreises von Renovabis am Mittwoch in Freising. Dort veranstaltet das Osteuropa-Hilfswerk der katholischen Kirche bis Freitag den 20. Internationalen Kongress Renovabis. Dazu werden fast 300 Teilnehmer aus 29 Ländern erwartet. Das Treffen steht unter dem Motto "Zeugen des Evangeliums - Gestalter der Welt - Zur Rolle der Orden in Mittel- und Osteuropa".

Koch hob das profilierte Tun der Ordensgemeinschaften hervor. Ihr Handeln sei vor allem dadurch geprägt, dass es mit großem Herzen geschehe. Nach den Worten des Erzbischofs gibt es keinen anderen Zugang zum Glauben als über das Herz. Das Leben der Ordensleute nach den evangelischen Räten, also Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit, sei Ausdruck dieser Hingabe des eigenen Herzens, ihres Lebens. In dieser Haltung würden Orden zu Zeugen des Evangeliums und zu Gestaltern der Welt, so Koch. Die Menschen spürten, dass die Ordensleute ein großes Herz hätten. Für die Kirche seien sie so ein Ansporn und ein "Ausrufezeichen".

Hilfswerk Renovabis

Renovabis ("Du wirst erneuern") hat die Menschen in Osteuropa im Blick. Katholisch.de stellt wissenswerte Informationen rund um das katholische Hilfswerk vor.

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Renovabis-Geschäftsführer Gerhard Albert erinnerte daran, dass die Ordensgemeinschaften seit den Anfängen der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit Osteuropa 1993 zu ihren zentralen Partnern gehörten. Rund ein Viertel der 2015 geförderten Renovabis-Projekte seien von Orden beantragt und auch realisiert worden. Konkret habe es sich um etwa 180 Projekte gehandelt, die mit rund 7,5 Millionen Euro gefördert worden seien.

Ordensleute setzen Auftrag des Papstes um

Renovabis wisse um den wertvollen Einsatz der Ordensleute, die in den Partnerländern Aufgaben übernähmen, vor denen sich andere scheuten, so Albert. Dazu gehöre, Menschen mit Behinderung zu betreuen, Kranke zu versorgen, Alte zu pflegen und Leidende, oft genug auch Sterbende zu trösten. Damit lebten sie, was Papst Franziskus der Kirche aufgetragen habe, nämlich an die Ränder zu gehen.

Die Orden in Osteuropa seien aber immer auch Innovationsträger, betonte der Geschäftsführer. Durch ihre Internationalität und ihre weltweite Vernetzung brächten sie oft als erste neue Lösungsansätze, neue Herangehensweisen aus anderen Ländern mit und probierten diese aus. So stünden etwas Franziskaner aus Polen mit ihren Mitbrüdern in Brasilien und anderen Ländern in Kontakt, erläuterte Albert. (KNA)

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