Koch: Paare intensiver auf kirchliche Heirat vorbereiten
Nach den Worten von Koch ist die katholische Kirche davon überzeugt, dass Gott in der ehelichen Gemeinschaft präsent ist. Von daher bedeute die Vorbereitung auf eine kirchliche Ehe auch Vermittlung von Glauben.
Der Erzbischof rief die Gemeinden dazu auf, mit mehr Herzblut Jugendliche und junge Erwachsene für die Ehe zu gewinnen. Denn die Ursehnsucht des Menschen nach Verlässlichkeit in einer lebenslangen Partnerschaft sei groß. Er erlebe es aber nicht, dass in Pfarreien der Funke für Ehen überspringe.
Koch verwies auf Afrika, wo die kirchliche Hochzeit keine private Feier, sondern eine Angelegenheit der ganzen Gemeinde sei. Durch sie ginge dann auch ein Riss, wenn die Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau scheitere.
Auch wenn die katholische Kirche vom Wirken Gottes in einer Ehe überzeugt sei, wisse sie um die Möglichkeit des Scheiterns, sagte Koch. "Ehe ist für uns kein Idealismus", so der Familienbischof. Gott sei aber gerade auch in schwachen Beziehungen dabei. (KNA)
Im Herbst 2014 und 2015 haben sich zwei Bischofssynoden im Vatikan mit Ehe und Familie beschäftigt. Im April 2016 erschien dazu das päpstliche Dokument "Amoris laetitia". Die Themenseite bündelt die Berichterstattung zu den Synoden.