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Bischöfe versichern Juden in Berlin und Brandenburg Solidarität

Koch: Wahlprognosen erfüllen Kirchen mit tiefer Sorge

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Berlin - Während der demokratische Grundkonsens in Deutschland schwindet, wollen die Kirchen zu den jüdischen Gemeinden halten. Das schreiben Berlins Erzbischof Heiner Koch und sein evangelischer Kollege Christian Stäblein zu Rosch Haschana.

Zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana haben Erzbischof Heiner Koch und der evangelische Bischof Christian Stäblein den Juden in Berlin und Brandenburg ihre Solidarität versichert. "Die Wahlprognosen zeigen, wie der demokratische Grundkonsens in unserem Land schwindet. All das erfüllt uns mit tiefer Sorge. In dieser schwierigen Situation wollen wir aber nicht resignieren und die Zuversicht nicht aufgeben, dass es uns gemeinsam gelingt, den inneren und äußeren Frieden in unserem Land zu bewahren", hieß es in einem am Montag veröffentlichten gemeinsamen Brief der beiden.

Weiter schreiben sie: "Bitte seien Sie versichert, dass wir es nicht hinnehmen werden, wenn die jüdischen Gemeinden und ihre Mitglieder angegriffen oder diffamiert werden. Wir stehen unverbrüchlich an Ihrer Seite, denn Ihr Wohlergehen liegt uns am Herzen." Zugleich zeigten sich Koch und Stäblein dankbar für das vielfältige, wachsende jüdische Leben und über eine verlässliche Freundschaft zwischen den Kirchen und den jüdischen Gemeinden.

Das jüdische Neujahrsfest beginnt am Freitagabend und endet am Sonntag. Für Juden beginnt dann das Jahr 5784 nach Erschaffung der Welt. Zehn Tage später steht der höchste jüdische Feiertag Jom Kippur, der Versöhnungstag, an. (KNA)

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