Suche
Bischof Heinz Josef Algermissen würdigt Zweites Vatikanisches Konzil

Krise als Herausforderung

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Heinz Josef Algermissen ist Bischof von Fulda.
Fulda - Bischof Heinz Josef Algermissen hat das Zweite Vatikanische Konzil gewürdigt: "Jede Reform der Kirche zielt darauf, das Evangelium Jesu Christi in Wort und Tat so zu verkünden, dass es von den Menschen angenommen werden kann", sagte der Bischof von Fulda am Montag in einer Rede in der Theologischen Fakultät Fulda zur Eröffnungsfeier des Studienjahres 2012/13.

Treue zur Tradition bestehe nicht darin, einfach an den alten Formen und Gestalten festzuhalten, sondern die Verkündigung der Kirche so zu reformieren, so Algermissen weiter.

"Beeindruckendes Vorbild sind für mich der Mut und die Zuversicht, mit der die Konzilsväter sich den Fragen und Herausforderungen innerhalb und außerhalb der Kirche gestellt haben", betonte der Bischof mit Blick auf den Beginn des Zweiten Vaticanums vor fünfzig Jahren. Eine Herausforderung sei heute die Krise des Glaubens in Deutschland, wo Christen mehr denn je angefragt und kritisiert würden. Bischof Algermissen ist Großkanzler der Fakultät.

Zudem stellte in einem Vortrag der Dogmatikprofessor Gregor Predel heraus, dass Kirche in den Augen des Konzils vor allen Strukturdebatten ein Mysterium sei und Raum für die Gegenwart Gottes schaffen müsse. Sie habe laut den Konzilsvätern die Aufgabe, "Gottes Liebe konkret für die Menschen greifbar zu machen" und dies in der heutigen Zeit mit einer verständlichen Sprache zu tun, sagte Predel weiter.

kna-katholisch-swarm-node2 (0.012s)