"Lebenswelt der Gläubigen einbeziehen"
Zur aktuellen Diskussion um Ehe und Lebenspartnerschaft betonte das Kolpingwerk, wer Brücken zwischen kirchlicher Lehre und Lebenswelt bauen wolle, wende sich nicht von der Lehre ab, sondern wende sich ihr zu. Das gelte auch für die Erklärung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), die im Mai eine Debatte ausgelöst hatte. "Das Kolpingwerk Deutschland unterstreicht die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau als hohes Gut und begrüßt, dass in der Erklärung die sakramentale Ehe als Modell für eine lebenslange Bindung hervorgehoben wird", hieß es weiter.
Das ZdK hatte sich in dem Papier für Formen der Segnung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften sowie von Partnerschaften Geschiedener ausgesprochen. Entsprechende liturgische Formen müssten weiterentwickelt werden. Es brauche zudem eine "vorbehaltlose Akzeptanz des Zusammenlebens in festen gleichgeschlechtlichen Partnerschaften" und eine klare Positionierung gegen noch bestehende Ausgrenzungen homosexueller Menschen. Sowohl die Deutsche Bischofskonferenz als auch der Präfekt der Römischen Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, hatten im Anschluss ihr Missfallen bekundet. (KNA)