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Kirche in Sachen und Thüringen engagieren sich bei Solidaritätskampagnen

Licht an für Mitmenschlichkeit

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Die weiße Kerze leuchtet in der Dunkelheit.
Dresden - Die katholische Kirche beteiligt sich an zwei Kampagnen für Mitmenschlichkeit. "Als christliche Kirchen haben wir den Auftrag, die Botschaft Jesu in der Welt von heute zu bezeugen", so der Dresdner Diözesanadministrator Andreas Kutschke.

Die Kirchen laden dazu ein, mit einer Kerze im Fenster an jedem Sonntagabend ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Darüber hinaus kann die Aktion "Licht an für Mitmenschlichkeit" mit Plakaten, Postkarten und Aufklebern verbreitet und unterstützt werden. Eine Internet-Plattform wird die Aktion unter www.lichtanfuermenschlichkeit.de begleiten.

"Botschaft der Nächstenliebe in der Welt bezeugen"

Mit der Kerzen-Aktion knüpfen die Kirchen an die Ereignisse vom Herbst 1989 in der DDR an, als ebenfalls Kerzen in den Fenstern brannten. Die Kirchen sähen sich auch heute in der Pflicht, mitten in der Gesellschaft dem damaligen Ruf "Keine Gewalt!" durch den Kerzenschein erneut Ausdruck zu verleihen.

Der Diözesanadministrator des Bistums Dresden-Meißen, Andreas Kutschke, sagte bei der Vorstellung der Aktion: "Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht. In einer globalisierten Welt lassen sich Probleme nicht einfach 'ausgrenzen'. Als christliche Kirchen haben wir den Auftrag, die Botschaft Jesu der Nächstenliebe und der Geschwisterlichkeit in der Welt von heute zu bezeugen und zu leben. Unsere gemeinsame Initiative kann ein hoffnungsvoller Impuls dazu sein."

Für ein tolerantes und mitmenschliches Thüringen

Bereits am Donnerstag hatte sich in Thüringen das Bündnis "Mitmenschlich in Thüringen" gegründet, an dem auch das Bistum Erfurt beteiligt ist. Das Bündnis will sich in den nächsten Jahren gemeinschaftlich für ein tolerantes, weltoffenes und mitmenschliches Thüringen einsetzen. Für den 9. November, den Jahrestag der Reichspogromnacht 1938 und des Mauerfalls 1989, plant das Bündnis eine Großkundgebung auf dem Erfurter Domplatz.

Zu den 218 Erstunterzeichnern des Bündnisses gehören beispielsweise Bischof Ulrich Neymeyr für die katholische und Landesbischöfin Ilse Junkermann für die evangelische Kirche, Professor Reinhard Schramm für die jüdische Landesgemeinde, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) und Katrin Göring-Eckardt, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag. (mkr)

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