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Schriftsteller sträubt sich trotz Bedenken gegen einen Kirchenaustritt

Martin Walser bleibt der Kirche treu

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München - Martin Walser bleibt der katholischen Kirche trotz Bedenken treu. "Ich kann diese Bindung nicht durch einen egoistischen Verwaltungsakt beenden", sagte der Schiftsteller der "Bunten". Obwohl er nicht mehr aktiver Christ sei, bleibe er Katholik.

"Ich kann nicht gegen etwas sein, was mich einmal bewegt hat", fügte der Autor hinzu. Kapläne seien in seiner Jugend "Lichtgestalten" für ihn gewesen. "Heinrich Böll trat aus der Kirche aus und ging trotzdem hinein", so Walser. "Ich bleibe drin, gehe aber nicht hinein."

Martin Walser gehört zu den wichtigsten deutschsprachigen Schriftstellern der Gegenwart. Sein jüngster Roman "Ein sterbender Mann" erschien im Januar. In seinen Werken hat der am Bodensee geborene Autor, der sich als Agnostiker sieht, immer wieder über Glaubensnöte geschrieben.

Er bekannte einmal, dass er nicht glauben könne, obwohl er es gern würde. Zugleich wandte sich Walser gegen den Atheismus: "Wer sagt, es gebe Gott nicht, und nicht dazusagen kann, dass Gott fehlt und wie er fehlt, der hat keine Ahnung. Einer Ahnung allerdings bedarf es." (KNA)

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