Millionen für das Chiemseebistum
Seit über 50 Jahren setzten sich die "Freunde vom Herrenchiemsee" für die Instandsetzung der ehemaligen Klosterkirche ein. Nach der Besichtigung von Heimatminister Söder und Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) im vergangenen Herbst muss nun nur noch der Landtag zustimmen und die Arbeiten planen. Ab 2018 soll dann aufwendig saniert werden.
Damit haben die Chiemseefreunde in diesem Jahr gleich doppelt zu feiern, denn 2016 wäre das Bistum Chiemsee 800 Jahre alt geworden. Gegründet wurde es am 28. Februar 1216 von Erzbischof Eberhard II. als Suffraganbistum für Salzburg. Die Kirche der ältesten bayerischen Klosteranlage auf der Chiemseeinsel wurde in diesem Zug zur Kathedrale ernannt, die Augustiner Chorherren zum Domkapitel.
Im Zuge der der Säkularisation gingen die Gebäude an den Staat über. Die ehemalige Kathedrale wurde für einige Jahre zur Brauerei umfunktioniert und ab 1917 nicht mehr genutzt. Das Bistum geriet in Vergessenheit. Papst Benedikt XVI. ließ es 2009 jedoch als einizges Titularbistum in Deutschland wieder errichten. Einen Bischof hat es aber bisher noch nicht. (jch/ KNA)