Nach Brand in katholischer Kirche in Wissen: Tatverdächtiger verhaftet
Nach dem Brand in einer katholischen Kirche in Wissen im rheinland-pfälzischen Landkreis Altenkirchen hat die Polizei einen Verdächtigen verhaftet. Wie das Polizeipräsidium Koblenz am Montagnachmittag mitteilte, konnte bereits am vergangenen Freitag – dem Tag der Tat – ein 39-jähriger Mann ermittelt und schließlich festgenommen werden. Unter anderem habe die Auswertung von Aufnahmen einer Überwachungskamera Hinweise auf den Mann geliefert. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Koblenz sei der Tatverdächtige noch am gleichen Tag dem Amtsgericht Koblenz vorgeführt worden. Das Gericht habe einen Haftbefehl erlassen, diesen jedoch gegen Auflagen zunächst außer Vollzug gesetzt. Am Dienstag teilte die Polizei dann aber mit, dass der Haftbefehl nach einer Beschwerde der Staatsanwaltschaft wieder in Vollzug gesetzt wurde.
Das Feuer in der Kirche war nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei am vergangenen Freitag gegen 4.30 Uhr gelegt worden. Obwohl der Brand durch die örtliche Feuerwehr schnell gelöscht werden konnte, entstand im Inneren des Gotteshauses erheblicher Sachschaden, der nach ersten Schätzungen mehrere 100.000 Euro betragen soll. Unter anderem seien der Hochaltar, weiteres Inventar sowie sakrale Gegenstände abgebrannt. Die "Siegener Zeitung" berichtete ebenfalls von gravierenden Schäden und veröffentlichte ein Foto des verkohlten Hochaltars. "Zahlreiche weitere Gegenstände wurden entweder in Mitleidenschaft gezogen oder aber zerstört", so die Zeitung. Und weiter: "Die Fresken über dem Altarraum sind kaum noch zu erkennen, das komplette Gotteshaus ist verrußt." Nach Erkenntnissen der Polizei gelangte der Täter über eine eingeschlagene Scheibe in das Innere der Kirche. (stz)