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Vandalismus zum Jahreswechsel

Nach Sprengung von Muttergottesstatue: 22-jähriger Mann festgenommen

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Waldmünchen/Regensburg - Mit in Deutschland nicht zugelassenen Feuerwerkskörpern: Nach der Zerstörung einer Muttergottesgrotte im bayerischen Waldmünchen wurde ein junger Mann als dringend tatverdächtig festgenommen. Er hatte erheblichen Aufwand für seine Tat betrieben.

Im Zusammenhang mit der Sprengung einer Muttergottesstatue im Garten der Pfarrei Sankt Stephan von Waldmünchen (Landkreis Cham) hat es eine Festnahme gegeben. Dringend tatverdächtig ist ein 22-jähriger Arbeitsloser aus dem Ort, wie der Bayerische Rundfunk (BR) am Freitag in Regensburg mitteilte. Der Polizei zufolge wird ihm vorgeworfen, für eine Sprengstoffexplosion samt Sachbeschädigung gesorgt sowie zuvor nicht genehmigte Feuerwerkstechnik eingeführt zu haben.

Laut Mitteilung hat der Mann bei ersten Vernehmungen die Tat eingeräumt. Als Motiv habe er angegeben, das "geile Gefühl der Druckwelle" bei der Detonation zu mögen. Am frühen Morgen des Silvestertags sei er zu Fuß nach Tschechien gegangen und habe sich dort auf einem "Vietnamesenmarkt" mit Böllern im Wert von 150 Euro eingedeckt. Über die grüne Grenze sei er durch den Wald zurückgekehrt nach Waldmünchen. Um Mitternacht warf er dann nach den Ermittlungen der Polizei seinen letzten Böller vom Typ Cobra-18-Kanonenschlag in Richtung der gemauerten, etwa 120 Zentimeter hohen Muttergottesgrotte.

Den Vorgang der Sprengung filmte der Mann mit seinem Handy, auf dem mehrere Videosequenzen mit der Tat gefunden wurden, wie es hieß. Von der Grotte, in der die 80-Zentimeter große Figur stand, sei nur noch ein Schutthaufen geblieben. Teile der Figur seien im Umkreis von mehreren Metern gefunden worden. Nach der Vernehmung sei der 22-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt worden. In die weiteren Ermittlungen ist das Landeskriminalamt eingeschaltet. Der finanzielle Schaden belaufe sich auf etwa 1.000 Euro, der ideelle sei jedoch wesentlich höher, hieß es. Ein Mesner der Pfarrei hatte die Grotte für die Marienfigur vor über 40 Jahren aus Steinen selbst errichtet. (KNA)

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