Suche
Pastoralreferent und Pfarrer äußern sich

Nach tödlichem Messerangriff in Seniorenheim – Seelsorger helfen

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

[no alt text]
Münster - Nach dem tödlichen Messerangriff in einem Altenheim im Münsterland stehen kirchliche Seelsorger den Betroffenen bei. Auch ein Gedenkgottesdienst ist geplant.

Nach dem tödlichen Messerangriff in einem Seniorenzentrum im münsterländischen Olfen kümmern sich Seelsorger weiter um Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter. "Diese Unfassbarkeit, die ist im Kopf sehr deutlich auch bei mir immer noch zu spüren", sagte Pastoralreferent Martin Reuter dem Portal "Kirche+Leben". Mehrere Seelsorger seien seit Freitag täglich im Einsatz. Im Mittelpunkt stehe zunächst, für die Betroffenen da zu sein. "Wir sind da für die Menschen, halten aus, halten Stille mit ihnen aus, beten mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, auch mit den Angehörigen", sagte Reuter.

Kerzen und Gebete für die Betroffenen

Pfarrer Ulrich Franke zufolge haben viele Betroffene das Geschehen noch nicht vollständig verarbeitet. Die Frage nach dem Warum spiele bislang eher im Hintergrund eine Rolle, sagte er dem Portal. In Gottesdiensten sei für die Betroffenen gebetet worden, Menschen hätten Kerzen angezündet. Auch im Seniorenzentrum und in der Pfarrkirche seien Orte des Gedenkens eingerichtet worden. Für Samstag ist um 15 Uhr ein Gedenkgottesdienst in der Olfener Sankt-Vitus-Kirche geplant. Er solle Bewohnern, Angehörigen sowie den Einwohnern der Stadt Gelegenheit geben, ihre Trauer und Anteilnahme auszudrücken. "Wenn ein Geschehen von diesen Ausmaßen in einer so kleinen Stadt geschieht, sind alle betroffen", sagte Franke.

Bei dem Angriff am Freitagabend war eine 86 Jahre alte Bewohnerin des Seniorenzentrums getötet worden. Zwei weitere Bewohnerinnen wurden schwer verletzt und mussten operiert werden. Nach Angaben der Ermittler befinden sie sich inzwischen außer Lebensgefahr. Gegen einen 72 Jahre alten Tatverdächtigen wurde Haftbefehl wegen Totschlags sowie zweifach versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung erlassen. Zu Ablauf und Motiv der Tat habe sich der Mann bislang nicht geäußert. Wegen mehrerer Vorerkrankungen wurde er in ein Justizvollzugskrankenhaus gebracht.

Unser Netzwerk

kna-katholisch-swarm-node3 (0.002s)