Nahles bewundert Suppenküche der Franziskaner
In der Suppenküche erhalten täglich bis zu 500 Gäste warme Mahlzeiten. Jährlich werden rund 90.000 Mahlzeiten ausgegeben. Zudem gibt es eine Kleiderkammer und Sozialberatung. Einmal die Woche steht das Caritas-Arztmobil vor der Tür und bietet medizinische Hilfe für wohnungslose Menschen an. Die Suppenküche finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Im vergangenen Dezember kam auch Bundespräsident Joachim Gauck zu Besuch.
Nahles betonte, auch der Sozialstaat habe seine Grenzen. Deshalb seien Einrichtungen wie die Suppenküche unverzichtbar. Sie könnten "persönliche Zuwendung ermöglichen" und unterstützten Menschen, "die ihre Rechte nicht einfordern können oder wollen". Auch könnten sie schneller als der Staat auf akute Not reagieren.
Politische Lobbyarbeit für arme Menschen
Die Berliner Caritasdirektorin Ulrike Kostka erklärte, die Suppenküche leiste allein durch ihre Arbeit auch Lobbyarbeit. So zeige sie entstehende soziale Probleme auf, wenn etwa mehr ältere Menschen kämen. Politische Lobbyarbeit für arme Menschen bestehe auch darin, ihnen dabei zu helfen, ihre Rechte einzufordern. "Überwinden Sie mal die Schwelle eines Jobcenters", betonte Kostka.
Der Leiter der deutschen Franziskanerprovinz, Pater Cornelius Bohl, erklärte, die Verpflichtung seines Ordens zur Armut sei vor allem die Aufforderung, Besitz mit bedürftigen Menschen zu teilen. Die Suppenküche feiert ihr Jubiläen in den kommenden Wochen auch mit weiteren Konzerten, Theateraufführungen, Literaturlesungen und Podien. (KNA)