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katholische-schulen.de bietet Informationen für Eltern und Lehrer

Neues Internetportal für katholische Schulen

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Bonn - Die Internetseite katholische-schulen.de ist am Montag neu gestartet worden. Das Portal präsentiert die mehr als 900 katholischen Schulen in Deutschland und bietet Informationen für Eltern und Lehrer.

Die bundesweit mehr als 900 katholischen Schulen in freier Trägerschaft präsentieren sich seit Montag mit einem neuen Internetportal. Das Angebot unter der Adresse katholische-schulen.de erscheint nicht nur in einem neuen Design, sondern bietet auch inhaltlich mehr Möglichkeiten als bisher. "Die Seite bietet jetzt vielfältige interessante Einblicke in das Leben unserer katholischen Schulen im Land", erklärte der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker, der Vorsitzende der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz, in einem Interview (siehe unten). "Es werden immer wieder neue Projekte, Konzepte und Ereignisse vorgestellt, die für das katholische Profil der Schulen typisch sind."

Die Kommission für Erziehung und Schule der Bischofskonferenz ist die Auftraggeberin des neuen Internetportals, das als Partnerportal von katholisch.de betrieben wird. Die Seite katholische-schulen.de richte sich "an Eltern und alle Interessierten, die sich über das Angebot katholischer Schulen informieren möchten - auch Lehrer, die sich überlegen, ob sie an einer katholischen Schule arbeiten möchten", so Becker.

Neue Funktionen für Eltern und Lehrer

Der "Schulfinder" ermöglicht es, sich schnell einen Überblick über das Angebot katholischer Schulen zu verschaffen und jede katholische Schule in Deutschland zu finden. Für Lehrkräfte gibt es eine Stellenmarkt-Rubrik, in der alle Träger katholischer Schulen die Möglichkeit haben, Stellenangebote zu inserieren. Neu ist auch die Rubrik "Fortbildungen", die dem Nutzer einen Überblick über eine Vielzahl von Fortbildungsangeboten für Lehrer an katholischen Schulen gibt.

Rund 360.000 Schüler besuchen derzeit in Deutschland katholische Schulen. Sie sind damit die größte Gruppe unter den Schulen in freier Trägerschaft. Schwerpunkte ihres Profils bilden neben der religiösen und ethischen Bildung der Einsatz für gesellschaftliche Teilhabe und Gerechtigkeit  sowie der Dialog in einer durch Vielfalt charakterisierten menschlichen Gemeinschaft. (rom/stz)

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker ist Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz.

Frage: Herr Erzbischof, als Vorsitzender der Kommission für Erziehung und Schule der Deutschen Bischofskonferenz sind Sie verantwortlich für den neuen Internetauftritt der katholischen Schulen in Deutschland. Was ist ab sofort neu auf der Seite katholische-schulen.de?

Becker: Zunächst einmal bietet die Seite alle wichtigen Basisinformationen über katholische Schulen. Mithilfe des Schulfinders gelangt man schnell zu allen katholischen Schulen in Deutschland. Was aber neu ist: Die Seite bietet jetzt vielfältige interessante Einblicke in das Leben unserer katholischen Schulen. Es werden immer wieder neue Projekte, Konzepte und Ereignisse vorgestellt, die für das katholische Profil der Schulen typisch sind.

Frage: Wen möchten Sie mit dem Internetauftritt erreichen? Wer ist die Zielgruppe?

Becker: Wir haben zwei Zielgruppen. Zum einen richtet sich das Portal an Eltern und alle Interessierten, die sich über das Angebot katholischer Schulen informieren möchten - auch Lehrer, die sich überlegen, ob sie an einer katholischen Schule arbeiten möchten. Und zum anderen richtet sich die Seite auch nach innen, also an die Schulträger, Schulleiter und Lehrkräfte unserer Schulen. Sie finden in den Beiträgen und vorgestellten Beispielen Anregungen und Inspiration für die profilspezifische Weiterentwicklung ihrer Schulen.

Frage: Was ist denn eigentlich das Besondere einer katholischen Schule, das sie von anderen Schulen unterscheidet?

Becker: Das Markenzeichen unserer Schulen ist sicher ihr besonderer Akzent im Bereich der religiösen Bildung. Oder sagen wir es deutlicher: Katholische Schulen zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre gesamte Erziehungs- und Bildungsarbeit in Beziehung setzen zu Jesus Christus und seiner Frohen Botschaft. So wird die Frage nach Gott bewusst hineingenommen und bildet den größeren Horizont im gesamten Bildungsprozess.

Linktipp

Über den unten stehenden Link erreichen Sie die neue Internetseite katholische-schulen.de.

Zur Internetseite katholische-schulen.de

Frage: Können Sie das noch ein wenig konkretisieren? Wie wirkt sich das im Schulalltag und im Unterricht aus?

Becker: Das zeigt sich auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Dass unsere Schulen die Beziehung zu Gott in ihren Schulalltag integrieren, wird zunächst offensichtlich, wenn in der Schule gemeinsam gebetet und Gottesdienst gefeiert wird.  Aber schauen wir auf einen anderen Bereich: Im Sinne der Orientierung am Evangelium ist es uns sehr wichtig, mit unseren Schulen zu mehr Teilhabe und Gerechtigkeit in der Gesellschaft beizutragen. Das ist die Option für die Armen und Schwachen, die sich darin zeigt, welche Schüler in den Schulen aufgenommen werden, aber auch im Stil des Miteinanders bis hin zu Fragen der Leistungsbeurteilung. Einen besonderen Stellenwert hat in allen Unterrichtsfächern die ethische Reflexion. Die Erziehung an katholischen Schulen möchte die jungen Menschen anregen, Verantwortung zu übernehmen für ihr Tun - gegenüber ihren Mitmenschen und gegenüber Gott. Wir möchten die Schüler ermutigen, die Welt und die Gesellschaft, in der sie leben, aktiv mitzugestalten.

Frage: Das ist interessant. Bleiben wir doch noch einen Moment bei der Gestaltung der Gesellschaft. Das Zusammenleben in unserer Gesellschaft scheint gegenwärtig nicht einfacher zu werden. Vieles spricht dafür, dass die Welt immer unübersichtlicher wird, dass soziale, aber auch kulturelle und religiöse Unterschiede stärker in den Vordergrund treten und das gesellschaftliche Miteinander komplizierter machen. Welchen Beitrag können katholische Schulen in dieser Situation leisten?

Becker: Katholische Schulen verstehen es als eine ihrer wichtigen und zunehmend wichtiger werdenden Aufgaben, Lernorte des Dialogs zu sein. Hier sollen junge Menschen lernen, über soziale, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg miteinander zu reden, einander wahrzunehmen und wertzuschätzen. Weil religiöse Bildung die Kernkompetenz unserer Schulen ist, haben sie auch für den interreligiösen Dialog in unserer Gesellschaft eine wichtige Aufgabe. Ein echter, fruchtbarer Dialog lebt von zwei Voraussetzungen: Einerseits braucht es einen sicheren, reflektierten eigenen Standpunkt, und andererseits braucht es ein wirkliches Interesse am Anderen. Kontraproduktiv ist es dagegen, bestehende Unterschiede zu leugnen oder zu marginalisieren.

Frage: Lassen Sie uns noch einmal auf das neue Internetportal zurückkommen. Als eine der Zielgruppen des Portals katholische-schulen.de haben Sie Lehrkräfte genannt, die sich für den Dienst in einer Katholischen Schule interessieren. Unter anderem gibt es auch eine Rubrik mit Stellenausschreibungen. Was macht denn katholische Schulen zu einem attraktiven Arbeitsplatz für Lehrerinnen und Lehrer?

Becker: Katholische Schulen sind sicher zunächst einmal ein idealer Arbeitsplatz für katholische Lehrerinnen und Lehrer, denen ihr Glaube wichtig ist. Sie können ihren Glauben direkt mit ihrer beruflichen Tätigkeit verbinden. Ich denke aber auch, dass katholische Schulen deshalb eine gewisse Attraktivität für Lehrerinnen und Lehrer haben, weil es dort einen grundlegenden und auch formulierten pädagogischen Konsens gibt. Ein solcher Grundkonsens in der gesamten Schulgemeinschaft schafft eine angenehme Atmosphäre für die pädagogische Arbeit.

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