Neues Jahr, neuer Bischof
Grothe wies zugleich darauf hin, dass der offizielle Startschuss für den Prozess der Bischofsfindung noch nicht gefallen sei. Er hob hervor, einen neuen Bischof erwarte kein Bistum, das eine große Baustelle sei, sondern Menschen, die mit ihm Kirche gestalten wollten. Der Limburger Bischofsstuhl ist seit dem Rücktritt von Franz-Peter Tebartz-van Elst Ende März 2014 nicht besetzt. Grothe fungiert seither im Auftrag von Papst Franziskus als Übergangsverwalter.
Auch ohne einen neuen Bischof will das Bistum seine Anstrengungen für den Aufbau einer Willkommenskultur für Flüchtlinge im neuen Jahr weiter verstärken. "Integration ist eine große Aufgabe, die wir nur gemeinsam meistern können. Als Bistum werden wir uns dafür einsetzen, dass Integration langfristig gelingen kann", versicherte Grothe.
3,3 Millionen Euro Fonds für Flüchtlingsarbeit
Grothes Ständiger Vertreter, Domkapitular Wolfgang Rösch, führte in seinem Rückblick auf das vergangene Jahr aus, in Sachen Willkommenskultur habe das Bistum eine Familienbildungsstätte sowie über 60 Wohnungen und weitere Einrichtungen als Wohnraum für Flüchtlinge zu Verfügung gestellt. Wahrscheinlich seien es noch weitaus mehr, weil wohl nicht alle zu Verfügung gestellten Unterkünfte an das Bistum gemeldet worden seien.
Rösch verwies auch auf einen vom Bistum mit 3,3 Millionen Euro ausgestatteten Fonds, aus dem Koordinationsstellen in den Bezirken des Bistums sowie Initiativen und Aktionen finanziert würden, die Ehrenamtliche unterstützten und Flüchtlingen zugutekämen. (bod/KNA)