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Katholische Universität kann bald neuen Präsidenten bestimmen

Neues Wahlverfahren

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Gebäudefront mit einer dunklen Holztür in Eichstätt. Rechts vor dem Eingang hängt ein großes dunkelgrünes Schild mit der Bezeichnung "Katholische Universität Eichstätt".
Eichstätt - Über Jahre war es der Hochschule nicht gelungen, eine Leitung zu bestimmen. Nun kann die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt ab Oktober einen neuen Präsidenten wählen. Die römische Bildungskongregation billigte ein entsprechendes Verfahren.

Die einzige katholische Universität im deutschen Sprachraum war seit 2008 immer wieder in den Schlagzeilen geraten, da mehrere Präsidentenwahlen scheiterten, zuletzt im Sommer 2014. Damals war auch der Vorsitzende des Hochschulrats, Wilhelm Vossenkuhl, zurückgetreten, da es Meinungsverschiedenheiten wegen des Umgangs mit der Suche nach einem neuen Präsidenten gab. Die Einsetzung eines Interimspräsidiums bis zur Neufassung der Wahlordnung durch den kirchlichen Stiftungsrat wollte der Philosophieprofessor nicht mittragen.

Eigenes Gremium zur Wahl des Präsidenten

Das nun in Rom vorgelegte neue Wahlverfahren wurde im Frühjahr vom kirchlichen Träger mit der Hochschulleitung entwickelt und vom Stiftungsrat sowie den bayerischen Bischöfen abgesegnet. Demnach wird ein eigens gebildetes Gremium die Wahl des Präsidenten sowie seiner Stellvertreter vornehmen. Ihm gehören laut KU die stimmberechtigten Mitglieder des Hochschulrats an, außerdem acht Vertreter des Senats, vier davon Professoren, je ein Vertreter der wissenschaftlichen Mitarbeiter, des wissenschaftsunterstützenden Personals und der Studierenden sowie der oder die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte. Dazu kommen noch weitere vier Mitglieder des Stiftungsrates.

Zuvor nimmt eine eigens zu bildende Findungskommission die Ausschreibung vor und prüft die eingegangenen Bewerbungen, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Die Liste aller geeigneten Kandidaten werde später vom Großkanzler an den Heiligen Stuhl geschickt, um dann die kirchliche Unbedenklichkeitserklärung, das sogenannte Nihil obstat, für die Bewerber einzuholen. Danach ist die geheime Wahl geplant.

Träger der Hochschule mit derzeit mehr als 5.4000 Studenten sind die sieben bayerischen Diözesen. Bisher flossen aus Kirchensteuermitteln jährlich 10 Millionen Euro nach Eichstätt. Der Freistaat gibt etwa 40 Millionen Euro. Dazu kommen noch Drittmittel von geschätzten 6 Millionen Euro. Die bayerischen Bischöfe werden schon ab diesem Jahr 5,5 Millionen Euro mehr investieren. Seit Oktober 2014 amtiert ein Interimspräsidium unter Leitung der früheren Senatsvorsitzenden Gabriele Gien. (KNA)

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Weihbischof Anton Losinger von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt dementiert einen Zeitungsbericht, nach dem die bayrischen Bischöfe sich von der Uni trennen wollten und die theologische Fakultät zur Disposition stehe.

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