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Matthias Holluba nach kurzer, schwerer Krankheit mit 59 Jahren gestorben

Ostdeutsche Bischöfe würdigen verstorbenen Kirchenzeitungschef

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Berlin/Leipzig - "Er war länger beim 'Tag des Herrn' im Amt, als ein jeder von uns Bischof ist": Nach dem überraschenden Tod von Chefredakteur Matthias Holluba würdigen gleich fünf deutsche Oberhirten seine Verdienste.

Die ostdeutschen Bischöfe haben die Verdienste des am Samstag gestorbenen Journalisten Matthias Holluba nachdrücklich gewürdigt. Als Chefredakteur der Kirchenzeitung "Tag des Herrn" in über 25 Jahren sei er für sie "das Bindeglied zur Leserschaft" gewesen, erklärten am Dienstag Erzbischof Heiner Koch sowie die Bischöfe Gerhard Feige, Wolfgang Ipolt, Ulrich Neymeyr und Heinrich Timmerevers. In einem Schreiben an die Familie, die Redaktion sowie den Leipziger Sankt-Benno-Verlag, in dem die Kirchenzeitung erscheint, brachten sie ihre Trauer und Erschütterung zum Ausdruck.

"Wir haben ihn geschätzt als loyalen und reflektierten Chronisten und Kommentator der rasanten Veränderungen, die uns gerade im Osten Deutschlands vor große Herausforderungen stellten", heißt es in dem Beileidsschreiben der Bischöfe weiter, die gemeinsam Herausgeber der Kirchenzeitung sind. "Die lange Kontinuität – er war länger beim 'Tag des Herrn' im Amt, als ein jeder von uns Bischof ist – hat uns allen bei der Einschätzung der aktuellen Lage sehr geholfen."

"Weiter Blickwinkel, der an Bistumsgrenzen nicht Halt machte"

Auch bei den Großveranstaltungen über zukunftsträchtige kirchliche Initiativen unter dem Motto "die pastorale!" habe Holluba eine wichtige Rolle gespielt, so die Bischöfe. So habe er das Konzept für die ersten beiden Auflagen der "pastorale!" 2006 und 2009 in Schmochtitz mitentwickelt und sei entscheidend an der Umsetzung der dritten Ausgabe 2019 in Magdeburg beteiligt gewesen.

"Als Chefredakteur der Kirchenzeitung half sein weiter Blickwinkel, der an Bistumsgrenzen nicht Halt machte, pastorale Anforderungen zu erkennen, die gegenwärtige kirchliche Situation auf dem Hintergrund der ostdeutschen Geschichte zu deuten sowie Entwicklungen und Diskussionen mit anzustoßen, die für die Kirche zwischen Ostsee und Erzgebirge relevant sind", würdigten die Bischöfe.

Der aus Thüringen stammende Holluba war nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 59 Jahren gestorben. Nach Abschluss eines Theologiestudiums in Erfurt gehörte er der Redaktion des "Tag des Herrn" ab 1989 an und war seit 1996 deren Chefredakteur. Die Kirchenzeitung erscheint wöchentlich in fünf Ausgaben für die fünf ostdeutschen Bistümer Görlitz, Dresden-Meißen, Magdeburg, Erfurt und das Erzbistum Berlin. Das Blatt gehört zur Verlagsgruppe Bistumspresse, einem Zusammenschluss von vier katholischen Kirchenzeitungsverlagen. (KNA)

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