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Posten am Gerichtshof Rota ist mit weltlichem Staatsanwalt vergleichbar

Papst Leo XIV. ernennt Regensburger Priester zum "Promotor iustitiae"

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Portrait photo of Konrad Maria Ackermann
Regensburg/Rom - Große Ehre für den Regensburger Priester Konrad Maria Ackermann: Der 46-Jährige wurde am Donnerstag von Papst Leo XIV. zum "Promotor iustitiae" ernannt. Dieser spielt bei kirchlichen Gerichtsverfahren an der Römischen Rota eine wichtige Rolle.

Papst Leo XIV. hat den Regensburger Diözesanpriester Konrad Maria Ackermann zum "Promotor iustitiae" ("Beförderer der Gerechtigkeit") ernannt. Das teilten der Vatikan und das Bistum Regensburg am Donnerstagmittag mit. Im kanonischen Recht der katholischen Kirche bezeichnet der "Promotor iustitiae" eine Amtsperson, die in kirchlichen Gerichtsverfahren die Wahrung des allgemeinen Interesses und der Gerechtigkeit sicherstellen soll. Das Amt ist vergleichbar mit einem Staatsanwalt im weltlichen Rechtssystem.

Der Dekan des Tribunals der Römischen Rota, Alejandro Arellano Cedillo, erklärte in einem Schreiben an Regensburgs Bischof Rudolf Voderholzer, dass es sich beim "Promotor iustitiae" um ein Amt von großer Verantwortung handele, das "Fachkenntnis, Ausgeglichenheit und ein tiefes kirchliches Bewusstsein" erfordere. Zugleich hob Cedillo hervor, dass die Ernennung Ackermanns auch ein Zeichen der Wertschätzung und des Vertrauens sei, das Papst Leo XIV. in die Teilkirche von Regensburg setze.

2011 von Bischof Müller zum Priester geweiht

Der 46-jährige Ackermann stammt aus der Oberpfalz. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und dem Abschluss des zweiten Staatsexamens trat er 2005 in das Priesterseminar St. Wolfgang ein und studierte Katholische Theologie in Regensburg und Rom. 2011 weihte der damalige Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller Ackermann im Regensburger Dom zum Priester. Anschließend wirkt er als Kaplan in Oberviechtach. Von 2015 bis 2020 folgten das Lizentiats- und Doktoratsstudium in Rom.

Von November 2018 bis April 2021 absolvierte Ackermann zwei Studienjahre des Studio Rotale am Päpstlichen Gerichtshof der Rota Romana, parallel wirkte er als Vizerektor des Pontificium Collegium Teutonicum am Campo Santo. Von September 2021 bis Sommer 2022 arbeitete er als Bischöflicher Kaplan im Bischöflichen Sekretariat von Bischof Voderholzer, danach wirkte er an der Römischen Rota, dem ordentlichen Appellationsgerichtshof, der nach der Apostolischen Signatur das zweithöchste Gericht der katholischen Kirche ist. (stz)

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