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Rückmeldungen online möglich

Revision des Messbuchs – öffentliche Beteiligungsphase beginnt

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Messbücher in einem Regal
Trier - Das deutschsprachige Messbuch wird revidiert. Neue Texte werden übersetzt, alte überarbeitet. Erstmals kann sich die Öffentlichkeit beteiligen.

Bei der Revision des Messbuchs können sich interessierte Fachleute und Praktiker beteiligen: Bis zum 30. Juni 2027 können Verbesserungsvorschläge für die Texte der Liturgie in einer Online-Befragung eingereicht werden. Die Konsultation eröffnet die Möglichkeit, die Erfahrungen aus mehr als 50 Jahren pastoralliturgischer Praxis seit der Veröffentlichung des deutschsprachigen Messbuchs einzubringen, teilte die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Montag mit.

Die Rückmeldungen sollen aus möglichst konkreten Änderungsvorschlägen zu einzelnen Textstellen bestehen. Rückmeldungen allgemeiner Natur und umfassende Fragestellungen können nach Angaben der Projektgruppe nicht berücksichtigt werden. Parallel zur Online-Konsultation werden in der ersten Jahreshälfte 2027 in ausgewählten Kirchengemeinden und Ordensgemeinschaften Texte erprobt, die neu übersetzt wurden, weil sie noch nicht in einer deutschen Fassung vorliegen. Die entsprechenden Gemeinden und Ordensgemeinschaften wurden von den Diözesen des deutschen Sprachgebiets sowie in Absprache mit Verantwortlichen der Orden vorgeschlagen.

Mehrjähriger Revisionsprozess

Die Revision des deutschsprachigen Messbuchs läuft seit 2024. Ziel ist gemäß dem Beschluss der Bischofskonferenzen des deutschen Sprachgebiets eine moderate Überarbeitung der bestehenden Messbuch-Texte, ohne diese aus der lateinischen Vorlage generell neu zu übersetzen. Der Prozess ist auf mehrere Jahre angelegt und besteht aus drei Phasen. In einer ersten Phase wurden die Texte des Missale Romanum von 2002/2008 übersetzt, für die bislang keine Übersetzungen vorlagen. Außerdem wurden Perikopenorationen, also zu den jeweiligen Tageslesungen passende Gebete, nach dem Vorbild anderer volkssprachiger Messbücher erstellt. Die zweite Phase besteht aus der Revision der schon zuvor vorhandenen Übersetzungen. Die dritte Phase besteht aus der Ergänzung und Verzahnung aller Inhalte inklusive der Eigentexte und Eigenriten des deutschen Sprachgebiets.

Nach Abschluss des Revisionsprozesses müssen die Bischöfe des deutschen Sprachgebiets den Entwurf des neuen Messbuchs approbieren. Die approbierte Fassung bedarf vor ihrem Inkrafttreten der Rekognoszierung durch das vatikanische Liturgiedikasterium. Nach aktuellem Stand soll das neue Messbuch 2033 eingeführt werden. Die Verantwortung für das Gesamtprojekt hat die "Konferenz Liturgie der Kirche im deutschen Sprachgebiet" (KLD) im Auftrag der Bischofskonferenzen von Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie der Bischöfe von Luxemburg, Vaduz und Bozen-Brixen. Die vier international besetzten Arbeitsgruppen des Projekts bestehen aus Expertinnen und Experten aus der Liturgiewissenschaft, der Kirchenmusik, der Exegese und aus der pastoralen Praxis. Die Geschäftsstelle des Messbuchprojektes hat ihren Sitz am Deutschen Liturgischen Institut in Trier.

Dritter Anlauf für Revision

Der aktuelle Revisionsprozess ist bereits der dritte Versuch, das 1975 eingeführte deutschsprachige Messbuch zu überarbeiten. Der erste Versuch musste abgebrochen werden, nachdem der Vatikan 2001 mit der Instruktion "Liturgiam authenticam" neue Richtlinien für die Übersetzung der liturgischen Texte in Kraft setzte, die auf eine stärker am lateinischen Urtext orientierte Übersetzung zielten. Das Ergebnis eines zweiten Anlaufs auf Grundlage dieser Instruktion fand nicht die Zustimmung der deutschsprachigen Bischöfe.

Ein neuer Anlauf wurde möglich, nachdem Papst Franziskus (2013–2025) mit seinem Motu proprio "Magnum principium" 2017 neue Regeln für die Übersetzung festlegte. Im Zuge dieser Reform wurde die Vorgabe, sich möglichst eng am lateinischen Text zu orientieren, abgeschwächt. Außerdem wurde die Rolle der Bischofskonferenzen bei der Erarbeitung der volkssprachlichen Texte gestärkt.

An der Konsultation teilnehmen

Zur Beteiligung an der Revision sind Personen aus Fachkreisen und aus der pastoralen Praxis eingeladen. Bis zum 30. Juni 2027 kann über eine Online-Eingabemaske ein eventueller Revisionsbedarf zu einem bestimmten Text im bisherigen Messbuch zurückgemeldet werden. Dazu ist die betreffende Textstelle zu benennen und es ist ein Änderungsvorschlag vorzulegen. Eine kurze Begründung hilft, die Rückmeldung für die weitere Arbeit auszuwerten.

Zur Online-Rückmeldung
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