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Voten eingegangen

Rottenburger Strukturreform: 73 Einheiten aus 1.019 Kirchengemeinden

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Rottenburger Dom St. Martin
Stuttgart - Bis 2030 sollen die sogenannten Raumschaften eingerichtet sein: Das Bistum Rottenburg-Stuttgart kommt mit seiner Strukturreform voran. Fast alle Pfarreien haben sich am ersten Teil des Verfahrens beteiligt.

In der Diözese Rottenburg-Stuttgart nimmt die Reform der Seelsorgestrukturen hin zu größeren Einheiten allmählich Gestalt an. Nach aktuellem Planungsstand sollen in den nächsten Jahren aus den bisher 1.019 Kirchengemeinden insgesamt 73 neue Einheiten gebildet werden, teilte das Bistum jetzt nach einer Sitzung des Diözesanrats in Stuttgart mit. Der Diözesanrat – also das oberste gewählte Laiengremium der Diözese – hatte Bischof Klaus Krämer bereits Ende 2025 empfohlen, aus den rechtlich selbstständigen Kirchengemeinden "50 bis 80 Raumschaften zu bilden".

Die Bildung großer Einheiten soll Seelsorger von Verwaltungsaufgaben entlasten und das kirchliche Leben vor Ort finanziell und personell langfristig sichern. Krämer hatte dies bestätigt. Damit begannen die Überlegungen vor Ort, welche aktuellen Kirchengemeinden zusammenpassen und wie die neuen Einheiten auch ländlichen und großstädtischen Strukturen gerecht werden könnten. Hierbei sollten alle Kirchengemeinden in der Diözese beteiligt werden.

Votum von 99 Prozent der Gemeinden

"Rund 99 Prozent der 1.019 Kirchengemeinden haben ihr Votum fristgerecht eingereicht", hieß es jetzt seitens der Verantwortlichen für das Programm "Seelsorge in neuen Strukturen". Bischof Krämer wird mit den Worten zitiert: "Ich war sehr überwältigt, dass wir über 1.000 verbindliche Voten erhalten haben." Dieses "phänomenale Ergebnis" sei eine große gemeinschaftliche Leistung.

Ende Oktober werde der Priesterrat die Vorschläge nun beraten, hieß es. Das Votum des Diözesanrats über die konkrete Zahl und den Zuschnitt der neuen Kirchengemeinden folge dann Ende November. Die abschließende Entscheidung treffe der Bischof.

Krämer hatte Ende 2025 in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) gesagt: "Unser Ziel ist es, dass 2030 alle geplanten 50 bis 80 Raumschaften gebildet worden sind und wir die Kirchengemeinderatswahlen in den neuen Strukturen abhalten können."

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