Schick: Das Leben ist kein Ponyhof
"Das Leben ist kein Wunschkonzert und auch kein Ponyhof" – mit diesen Worten hat der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick am Freitag den Sinn von Allerheiligen und Allerseelen erklärt. Die beiden Feiertage erinnerten daran, "dass wir auf dem Weg sind, der aber ein Ziel hat". Jeder Mensch sei ein Heiliger, "weil Gott ihm das Leben mit vielen Gaben und Talenten geschenkt hat". Zu Lebzeiten seien Menschen zugleich "Arme Seelen", belastet von Grenzen und Unfähigkeiten, von Schuld und Sünde, von Versagen und Rückschlägen. Ihre Bestimmung sei, sich zu entfalten und als Heilige im Himmel vollendet zu werden.
Schick verwies auf eine weitere Botschaft der beiden Feste, von der aber viele heute nichts mehr hören wollten. Allerheiligen und Allerseelen seien nämlich mit dem Gericht Gottes über das Leben jedes Menschen verknüpft. Dieses wolle jedoch "keine Angst machen, sondern zum Guten antreiben". Es gehe um die Überwindung "der Gleichgültigkeit in uns und um uns, die viele Menschenleben, die Schöpfung und unser Miteinander zerstört". (KNA)