Schick für mehr Ehrfurcht im Gottesdienst
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick fordert von den Gläubigen mehr Ehrfurcht im Gottesdienst. Mangelnde Ehrerbietung mache die Feier der Sakramente weniger schön, würdevoll und sogar wirksam, sagte er laut dem Bistum Würzburg am Mittwoch. Schick predigte anlässlich einer Wallfahrt der Mesner aus seinem Erzbistum sowie den Bistümern Würzburg und Eichstätt nach Maria Limbach in Unterfranken.
Die Ursache für mangelnde Ehrfurcht sei zumeist Gewöhnung, analysierte Schick. Sie mache das Erhabenste gewöhnlich und das Besondere alltäglich. Auch wenn es keine Absicht sei, stünden vor allem Gläubige mit liturgischen Aufgaben in dieser Gefahr, so der Erzbischof.
Schick: Ohne Ehrfurcht keine Gnade
Daher seien die Mesner auch besonders gerufen, die Ehrfurcht in den Kirchen wieder zu fördern. "Sie ist die unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die Gnade Gottes bei uns ankommt und wirken kann", sagte Schick. Dabei gehe es nicht darum, sich vor Gott zu fürchten. "Gemeint ist ehrfürchtige Liebe vor dem großen und erhabenen Gott, der unser Leben bestimmen und die Welt erlösen kann." (kim)
Ohne ihn würden die Gläubigen vor verschlossenen Türen stehen. Ohne ihn würden Kelch, Weihwasser- und Hostienschale leer bleiben. Ohne ihn würde niemand wissen, welches Lied heute gesungen wird. Matthias Schödlbauer ist Küster. Wir haben ihn begleitet.