Schick: Ordensstruktur als Vorbild für neue Seelsorgebereiche
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat den Orden einen Vorbildcharakter bei den Strukturprozessen in seiner Erzdiözese bescheinigt. Das Arbeiten im Team und der regelmäßige Wechsel bei Leitungsaufgaben in den Ordensgemeinschaften könnten geradezu modellhaft für die Zukunft der Seelsorgebereiche stehen, sagte Schick laut Bistumsangaben vom Montag bei einem Treffen mit Ordensoberen in Bamberg. Außerdem möchte er, dass die Ordensleute sich in den Strukturprozess einbringen können.
Aus 95 Seelsorgebereichen werden 35
Es sei in Bamberg an sich zwar nicht gewollt, dass Ordensleute die Aufgaben eines leitenden Pfarrers übernähmen, so Schick weiter. Allerdings hätten Ordensmänner als Pfarrvikare vielfältige Möglichkeiten, "je nach eigenem Profil und Charisma besondere Schwerpunkte im Pastoralteam zu setzen". Schick wünscht sich daher, dass die Ordensleute in die Teams der Seelsorgebereiche einbezogen werden. Es seien hier durchaus "Freiräume und Experimentierfelder" gegeben. Vor allem aber sollten die Orden durch die Betreuung "geistlicher Zentren" in der Beicht- und Wallfahrtsseelsorge sowie in der Bildungsarbeit in die Diözese hineinwirken.
Der Strukturprozess in Bamberg steht unter dem Motto "Erzbistum mitgestalten" und läuft bereits seit 2017. Ende 2018 hatte das Erzbistum mitgeteilt, deutlich größere Seelsorgebereiche bilden zu wollen. Aus den ehemals 95 Einheiten sollen bis zum Herbst dieses Jahres 35 neue gebildet werden. Die einzelnen Pfarreien und Filialen sollen dabei jedoch erhalten bleiben. Schick betonte nun, dass der Strukturprozess in seinem Erzbistum bisher "relativ ruhig und im Konsens abgelaufen" sei. (bod)