So planlos gingen die Dom-Einbrecher von Köln vor
Die beiden Einbrecher vom Kölner Dom gingen nach einem Zeitungsbericht offenbar ohne Plan und dilettantisch vor. Die 29 und 37 Jahre alten Männer waren in der Nacht zum 17. Juli auf ein Gerüst am Roncalliplatz gestiegen und dann in 40 Metern Höhe waghalsig durch eine Öffnung in den Dom gelangt, wie die Kölnische Rundschau unter Berufung auf Polizeikreise am Mittwoch berichtete. Von dort seien sie nicht mehr zurückgekommen.
"Sie hatten sich selber eingesperrt", sagte ein Beamter der Zeitung. Die als Kleinkriminelle bekannten Kölner seien bei der Suche nach einem Ausweg in die Dom-Werkstatt im Dach gelangt, von wo sie mehrere Gegenstände mitgenommen hätten. Die Tür nach draußen hätten die Einbrecher aufbrechen müssen. Dann seien sie über eine Wendeltreppe zum Eingang gelaufen, den die Touristen zum Turmaufstieg nutzen. Diese Glastür brachen die Täter brachial auf.
Einbrecher wollte im Ausland untertauchen
Mit Bildern einer Überwachungskamera wurde dann erfolgreich nach den beiden Männern gefahndet. Der 29 Jahre alte Tatverdächtige sei mehrere Stunden nach dem Einbruch nach London gereist, "um dort abzutauchen", sagte ein Ermittler. Bei der Rückkehr am 1. August wurde er festgenommen. Die Männer sitzen nach den Angaben in Untersuchungshaft. Die Akten seien der Staatsanwaltschaft übergeben worden. (KNA)
Erst am Dienstag hatte die Polizei den ersten mutmaßlichen Einbrecher in den Kölner Dom gefasst. Nun gab es eine weitere Verhaftung - und der Festgenommene ist geständig.