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Kirchen betonen Bedeutung des Films für die Gesellschaft

Spiegel der Wirklichkeit

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Kinosessel.
Berlin - Die beiden christlichen Kirchen haben die Bedeutung des Films für die Gesellschaft betont. Gelungene Filme seien nicht nur ein Spiegel der Wirklichkeit, "sondern auch ein Appell, sich mit dieser unserer Welt auseinanderzusetzen", sagte der Berliner Weihbischof Matthias Heinrich am Sonntagabend beim Ökumenischen Empfang der Kirchen auf der diesjährigen Berlinale. Kinofilme könnten "nicht nur unser Denken, unsere Vorstellungen, sondern auch unser Handeln verändern".

Die Kulturbeauftragte der evangelischen Kirche, Petra Bahr, erklärte, "dass gute Filme uns neu Sehen lehren. Sie machen die dunklen Ecken unserer Weltsicht sichtbar und zeigen, was wir nicht sehen können oder wollen". Als Beispiel nannte Bahr den Alltag der Armut in Europa, den zahlreiche Filme auf der Berlinale "ohne erhobenen Zeigefinger" zeigten.

Ökumenische Jury vorgestellt

Alfred Holinghaus, der Geschäftsführer der Deutschen Filmakademie, betonte in einem Gastvortrag die Leistungen des deutschen Films. Zugleich kritisierte er, dass die öffentliche Darstellung der Bedingungen, unter denen in Deutschland Filme gedreht und hergestellt würden, "zunehmend von der dritten Todsünde, nämlich Neid und Missgunst, dominiert" werde.

Im Rahmen des Empfangs wurde auch die Ökumenische Jury vorgestellt, die am Ende des Festivals Preise in drei Sektionen vergibt: einen Preis für einen Film aus dem Internationalen Wettbewerb sowie zwei mit jeweils 2.500 Euro dotierte Preise, die an einen Film aus dem "Panorama"-Programm sowie einen Film aus dem Programm des Internationalen Forums des Jungen Films gehen. Präsident der Jury ist der Kubaner Gustavo Andujar, der auch Mitglied der Medienkommission der Bischofskonferenz seines Heimatlandes ist. (stz)

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