Stille Nacht
Oje, eine Christmette ohne Lieder? Das wollte Hilfspriester Joseph Mohr verhindern, und er hatte eine gute Idee. Er nahm ein selbstgeschriebenes Weihnachtsgedicht, brachte es zum Organisten der Gemeinde und fragte, ob dieser nicht eine Melodie dazu komponieren könnte. Gesagt, getan. Am Abend stapften Kinder, Eltern und Großeltern durch den Schnee in die hell erleuchtete Kirche.
Gemeinsam sangen sie dort das Lied "Stille Nacht, heilige Nacht!" zur Gitarre. Dieses Lied brachte eine ganz besondere Magie in den kleinen Kirchenraum. Und während es draußen stürmte und schneite, wurde drinnen allen ganz warm ums Herz.
Heute ist es das berühmteste Weihnachtslied der Welt und wird in über 100 Sprachen gesungen.
Stille Nacht
Stille Nacht, heilige Nacht!
Alles schläft, einsam wacht
Nur das traute, hochheilige Paar.
Holder Knabe im lockigen Haar,
Schlaf in himmlischer Ruh,
Schlaf in himmlischer Ruh.
Stille Nacht, heilige Nacht!
Gottes Sohn, o wie lacht
Lieb aus deinem göttlichen Mund,
Da uns schlägt die rettende Stund,
Christ, in deiner Geburt,
Christ, in deiner Geburt.
Stille Nacht, Heilige Nacht!
Hirten erst kundgemacht,
Durch der Engel Halleluja.
Tönt es laut von fern und nah:
Christ, der Retter ist da,
Christ, der Retter ist da!
Text: Joseph Mohr (1792–1848)
Melodie: Franz Xaver Gruber (1787–1863)