Suche
"Stephan ist zum ersten Mal im Boot gewesen"

"Teamerfahrung": Bischof Ackermann und Präses Latzel paddeln gemeinsam

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Präses Latzel und Bischof Ackermann im Kanu
Köln - Auch wenn sie nicht in einem Boot gesessen haben, war die gemeinsame Tour im Kanu von Präses Thorsten Latzel und Bischof Stephan Ackermann ein Erlebnis der ökumenischen Verbundenheit. Latzel verriet sogar, warum sich beide Kirchenmänner nun duzen.

Auf seiner Paddeltour vom nordrhein-westfälischen Kevelaer bis ins Saarland hat der Präses der evangelischen rheinischen Landeskirche, Thorsten Latzel, den Trierer Bischof Stephan Ackermann offenbar als guten Teampartner erlebt. "Beim gemeinsamen Paddeln kommt man einander ganz anders nahe. Da duzt man sich, da kann man sich schlecht siezen. Das war einfach schön, gemeinsam zwar nicht in einem Boot zu sein, sondern in mehreren, aber das war versöhnte Vielfalt, würde ich sagen", so Latzel im Interview des Kölner Internetportals domradio.de (Sonntag) über jenen Teil der Reise, den er mit Ackermann gemeinsam unternahm.

"Stephan ist zum ersten Mal im Boot gewesen", sagte Latzel; und: "Wir konnten erleben, dass wir gemeinsam paddeln; dass man einander zeigt, wie das funktioniert, und man auch merkt, wie kommt man gut durch so kleine Stromschnellen und so etwas durch". Mit Blick auf die Kirche betonte Latzel, das sei "ein Modell, wie wir in Zukunft Kirche sein können und sollten: dass wir den Kontakt zu Menschen suchen, rausgehen aus unseren Kreisen und Gruppen - aus unseren Kirchenräumen, auch mal nasse Füße bekommen und durchgeschwitzt ankommen".

Unter dem Leitwort "Kanutour der Hoffnung" war Latzel vom 3. bis 9. Juli unterwegs gewesen. Nach dem Beginn der Tour in Kevelaer auf der Niers folgten die Flüsse Erft, Ruhr, Wupper, Lahn und Saar. Auf dem letzten Streckenabschnitt von Schoden nach Saarburg am Samstag begleitete ihn auch der Trierer Bischof im Kajak. Auf seiner 7-Tagestour besuchte der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland unterschiedliche Kirchenprojekte. So informierte er sich etwa über Klimaschutz-Projekte und die Arbeit mit Flüchtlingen, stattete der Tafel in Wetzlar oder dem Diakoniekaufhaus Saarlouis einen Besuch ab.

Der 51-jährige Theologe, der auch Sportbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, berichtete über Facebook, Twitter, Youtube und Instagram von seiner Reise. Die Evangelische Kirche im Rheinland ist mit über 2,3 Millionen Protestanten die zweitgrößte der 20 evangelischen Landeskirchen in Deutschland. Ihr Gebiet erstreckt über die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie Hessen. (rom/epd/KNA)

kna-katholisch-swarm-node2 (0.014s)