Trelle eröffnet ersten Kirchenneubau seit 20 Jahren
Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle eröffnet am 8. Januar den ersten Kirchenneubau in seinem Bistum seit rund 20 Jahren. Es handelt sich um die Kirche Heilig Kreuz in Altwarmbüchen bei Hannover. Zu dem Gottesdienst werden auch Gäste aus der Politik erwartet, wie das Bistum am Mittwoch ankündigte. Mit dem Bau des neuen Gotteshauses war im September 2015 begonnen worden. Die Kosten liegen den Angaben zufolge bei 1,8 Millionen Euro.
Davon seien 1,03 Millionen Euro mit dem Verkauf des Grundstückes aufgebracht worden, auf dem die alte Pfarrkirche stand. Die 1971 erbaute Kirche aus Beton war marode und wurde Ende 2015 profaniert und abgerissen. Von den restlichen Baukosten tragen das Bistum und die Gemeinde 770.000 Euro, wie es hieß. Durch ein Patenschaftsprojekt von Ehrenamtlichen seien bislang etwa 7.000 Euro zusammengekommen.
Nach Angaben der Deutschen Bischofskonferenz wurden seit 1995 in Deutschland 68 katholische Gotteshäuser neu erbaut. Im Erzbistum München und Freising etwa entstanden im Jahr 2015 gleich drei neue Kirchen. In Leipzig wurde im Mai 2015 die Propsteikirche Sankt Trinitatis geweiht, Ostdeutschlands größter Kirchenneubau nach 1990. Insgesamt gibt es bundesweit 24.200 sakrale Kirchengebäude.
In dem Neubau in Altwarmbüchen sind Kirche und Pfarrheim unter einem Dach vereint. Durch verstellbare Wände könne der Gottesdienstraum eine Größe von 50 oder von 150 Quadratmetern einnehmen, hieß es. Im Vorraum der Kirche werde ein Cafe eingerichtet. Die Architektur mit ihrer offenen Fassade und den multifunktionalen Nutzungsmöglichkeiten symbolisiere eine Neuausrichtung der Pfarrgemeinschaft. Diese wolle sich bewusst gegenüber der Stadtgesellschaft öffnen. (bod/KNA)