Verdächtiger löst Polizeieinsatz in Kirche aus
In einer katholischen Kirche in Essen ist während eines Gottesdienstes am Karfreitag Panik unter den Besuchern ausgebrochen. Das verdächtige Verhalten eines Mannes habe einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst, berichtete der Sprecher der Essener Polizei, Peter Elke. Es handele sich um einen 33 Jahre alten Mann aus Essen, schwer psychisch krank sei. Er sei "inzwischen aus der polizeilichen Obhut entlassen und wieder auf freiem Fuß". Gegen ihn wurde Strafanzeige erstattet.
Panik unter den Gläubigen
Während des Gottesdienstes am späten Nachmittag mit rund 500 Teilnehmern sei ein Mann in die Kirche gekommen, so Elke: "Darauf ist es zu einer Panik innerhalb der Gläubigen gekommen, die möglichst schnell aus dem Kirchengebäude heraus wollten." Dabei seien zwei Personen nach Stürzen leicht verletzt worden.
Laut Medienberichten ereignete sich der Vorfall während eines Gottesdienstes der kroatisch-katholischen Gemeinde in der Kirche Sankt Thomas Morus im Stadtteil Vogelheim. Der Mann habe verwirrt gewirkt und sei laut rufend durch den Mittelgang der Kirche nach vorne gelaufen. Der Verdächtige sei von einigen Gläubigen in der Kirche überwältigt und dann von der Polizei festgenommen worden. Diese sei kurz vor 18 Uhr alarmiert worden. Daraufhin wurden mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten zu der Kirche beordert.
Laute Rufe und ein Knall
Wie die Polizei berichtete, ist der Mann nicht bewaffnet gewesen und habe auch niemanden direkt bedroht. Die Panik sei dann nach einem lauten Knall ausgebrochen, dessen Ursache noch unklar sei. Möglicherweise sei ein großes Kreuz umgefallen, das zuvor vom Pfarrer getragen worden sei. Nach Medienberichten soll es sich bei dem 33-Jährigen um einen Mann mit "arabischem Aussehen" handeln. (gho/KNA)
15.04.2017, 15.50 Uhr: ergänzt um weitere Details.