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Tausende Gläubige pilgerten zu Bistumspatronen Willibald und Kilian

Wallfahrten in Eichstätt und Würzburg zu Ende gegangen

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Bischof Gregor Maria Hanke OSB feiert das Pontifikalamt zum Abschluss der Eichstätter Willibaldswoche 2016.
Eichstätt/Würzburg - Tausende Gläubige haben an den Wallfahrten zu den Heiligen Willibald und Kilian teilgenommen. Am Sonntag gingen die Glaubensfeste in Eichstätt und Würzburg mit eindringlichen Bischofspredigten zu Ende.

Für einen neuen Aufbruch im Glauben warb Bischof Gregor Maria Hanke bei seiner Predigt im Eichstätter Dom, wie das Bistum am Sonntag mitteilte. Zugleich warnte er vor einer schwindenden Bedeutung des Christentums für die Gesellschaft. Die Kirche könne sich dem entgegen stellen, indem sie sich stärker als Gemeinschaft um Jesus denn als caritative Institution präsentiere, so der Bischof.

Der heilige Willibald (700-787), erster Bischof von Eichstätt, könne einen Weg zu diesem Verständnis weisen, sagte Hanke weiter: "Willibald steht für Christsein in der Wir-Form". Dies bedeute, dass sich die Gläubigen als ein Netzwerk "von Frauen und Männern, die ihre Berufung aus Taufe und Firmung ergreifen", verstehen sollten. Diese Kirche bestehe zunächst "aus betenden, sich im Glauben und menschlich begegnenden Familien und Hauskirchen, aus kleinen geistlichen Weggemeinschaften und Zirkeln, aus Zellen in unseren Verbänden", so Hanke.

Hanke ruft zum Einsatz für katholisches Familienbild auf

Bereits am Samstag hatten in Eichstätt 500 Paare an einer Begegnung für Ehejubilare teilgenommen. Beim Pontifikalamt mit den Ehepaaren, die in diesem Jahr ihre Goldene Hochzeit feiern, lobte Hanke sie als wichtige Verkünder des Glaubens. "Ihre Treue bezeugt, dass die Liebe immer wieder siegen kann", sagte der Bischof. Die Kirche sei zugleich aufgerufen, ihr Bild von Ehe und Familie hoch zu halten, auch wenn es längst keine gesellschaftliche Selbstverständlichkeit mehr sei. "Als Kirche dürfen wir nicht schweigen von Gottes Plan und Willen für die Gestaltung des Menschseins".

Im fränkischen Bistum Würzburg endete am Sonntag die Kiliani-Wallfahrt mit einem internationalen Familienfest. Rund 1.100 Gläubige nahmen nach Angaben des Bistums am Pontifikalamt mit Bischof Friedhelm Hofmann teil. In seiner Predigt rief er die Mitfeiernden auf, in der Gesellschaft Herz zu zeigen. "Wir sollten darauf achten, dass wir ein schlagendes Herz haben, das offen ist für andere Menschen", sagte der Bischof. So hätten etwa die Heiligen Kilian, Kolonat und Totnan gehandelt, als sie im 7. Jahrhundert von Irland aus nach Franken kamen, um die Frohbotschaft weiter zu tragen. Hofmann erinnerte auch an den Mariannhiller Missionar Engelmar Unzeitig (1911-1945), der im September als Märtyrer selig gesprochen werden soll. Der Priester starb im Konzentrationslager Dachau, wo er bis zu seinem Tod Kranke pflegte. "Einzelne haben sich immer wieder aufgerafft und den Auftrag Jesu verwirklicht. Warum nicht wir?", fragte Hofmann in seiner Predigt.

An der Wallfahrt zu den Reliquien der sogenannten Frankenapostel nahmen in diesem Jahr laut Bistum 18.000 Gläubige teil. Erstmals fand anlässlich der Festwoche auch ein Jugendzeltlager christlicher Pfadfinderstämme in Würzburg statt. Traditionell erhalten während der Wallfahrt auch die neuen Religionslehrer ihre bischöfliche Beauftragung. 55 Frauen und Männer erhielten in diesem Jahr ihre missio canonica. (kim)

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