Weihbischof schläft eine Nacht im Freien
Der Hildesheimer Weihbischof Martin Marahrens will in der Nacht zum Martinstag am 11. November mit Schülern, Lehrkräften und Caritas-Mitarbeitern im Freien übernachten. Mit der Aktion soll auf die Situation obdachloser Menschen im Winter aufmerksam gemacht und Geld für Hilfsangebote gesammelt werden, wie der Caritasverband für das Bistum Hildesheim am Freitag mitteilte. Marahrens leitet derzeit als Diözesanadministrator das Bistum.
Die Teilnehmer wollen von 20 Uhr am 10. November bis 8 Uhr am folgenden Morgen auf einem Hof des Caritasverbandes in Hildesheim übernachten. Dabei sollen sie sogenannte Sheltersuits tragen, eine Kombination aus Jacke und Schlafsack, die Menschen ohne Unterkunft vor Kälte und Nässe schützen soll. Die verwendeten Anzüge sollen nach der Aktion an Projekte für obdachlose Menschen weitergegeben werden.
Sankt Martin als Vorbild für die Aktion
An der Aktion beteiligen sich nach Angaben der Caritas unter anderem auch Diözesan-Caritasdirektorin Marie Kajewski und der Fotograf Oliver Mark. Sie wird von der niederländischen Hilfsorganisation Sheltersuit Foundation unterstützt, die die Schutzanzüge herstellt.
Der Termin am 11. November knüpft an den Gedenktag des heiligen Martin von Tours an. Der Überlieferung zufolge teilte Martin seinen Mantel mit einem frierenden Bettler. Die Veranstalter wollen diese Geschichte mit der heutigen Situation wohnungsloser Menschen verbinden.