Weil Pfarrer nicht kam: Gläubige feiern "Christmette" ohne Priester
Kurioser Weihnachtsgottesdienst im unterfränkischen Unterpleichfeld: Weil der Pfarrer an Heiligabend um 20 Uhr nicht wie geplant zum Gottesdienst in der Kirche St. Laurentius erschien, musste die versammelte Gemeinde improvisieren. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) am Wochenende berichtete, ergriffen die Wortgottesdienstleiter spontan die Initiative und veranstalteten eine alternative "Christmette" – mit Eingangslied, Glaubensbekenntnis, Evangelium, Vaterunser und dem Weihnachtslied "Stille Nacht, Heilige Nacht".
Pfarrer Helmut Rügamer aus dem Nachbarort Bergtheim, der auch für Unterpleichfeld zuständig ist, gab auf Nachfrage gegenüber dem BR an, dass unglückliche Umstände zu dem Gottesdienst ohne Priester geführt hätten. Für Unterpleichfeld sei für Heiligabend ein Priester eingeteilt gewesen, der eigentlich an der Universität arbeite und an Weihnachten aushelfe, weil er in der Nähe wohne. Allerdings habe sich die 92-jährige Mutter dieses Geistlichen am Fuß verletzt, ihr Sohn musste sie deshalb in die Notaufnahme bringen. Dabei habe er wohl völlig die Zeit aus dem Blick verloren und sei nicht rechtzeitig in Unterpleichfeld eingetroffen, so Rügamer. (stz)