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Blick auf Synodalkonferenz

Wilmer und Stetter-Karp würdigen Gemeinsame Konferenz – 100. Sitzung

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Gruppenfoto mit Vertretern von DBK und ZdK bei der 100. Zusammenkunft der Gemeinsamen Konferenz.
Bonn - Eine "Brücke zwischen Bischöfen und Laien": Zum Jubiläum der Gemeinsamen Konferenz von DBK und ZdK geht der Blick Richtung geplanter Synodalkonferenz.

Die Spitzen der Deutschen Bischofskonferenz und des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) haben das 50-jährige Bestehen der Gemeinsamen Konferenz gewürdigt. Es sei eine "Brücke zwischen Bischöfen und Laien, ein Ort des Vertrauens", sagten der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, und ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp am Freitag in Bonn. Dort tagte am selben Tag das aus zehn Bischöfen und zehn ZdK-Mitgliedern bestehende Gremium zum 100. Mal.

Die Gemeinsame Konferenz ist eine Folge der Würzburger Synode (1971–1975). Sie existiert seit 1976 und versteht sich den Angaben zufolge als Beratungsgremium zu aktuellen kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Fragen.

"Gemeinschaftlich unterwegs"

Nach Worten Wilmers zeigt die Konferenz, dass man "gemeinschaftlich unterwegs" sei. "Bis zur geplanten Synodalkonferenz ist die Gemeinsame Konferenz auch weiterhin unverzichtbar." Wichtig sei, dass die Konferenz nicht nur innerkirchliche Debatten führe: "Aktuell bereitet mir die Eskalation der Jugendgewalt große Sorgen. Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Wo sind wir für die, die sich abgehängt fühlen, Ansprechpartner?" Auch Stetter-Karp betonte, dass es um gesellschaftliche und politische Fragen gehe. Demnach sollte am Freitag auch über die entwicklungspolitische Zusammenarbeit und das damit verbundene Engagement der Kirche gesprochen werden.

Sie zeigte sich zudem überzeugt, "dass wir, was den Synodalen Weg betrifft, nun an einem entscheidenden Punkt sind". Die Gemeinsame Konferenz habe bei der Initiierung "dieses Langzeitprojekts" eine wichtige Rolle gespielt. "In der geplanten Synodalkonferenz wird die Verbindlichkeit des Miteinanders deutlich erhöht. Das ist ein Anliegen, das wir gemeinsam haben." Wilmer ergänzte, dass es gut sei, das Leben der Kirche hierzulande mit dem synodalen Prozess der Weltkirche in "guter Weise" zu verbinden.

Baldige Rückmeldung?

Wilmer und Stetter-Karp erklärten, sie hofften, dass bald eine Rückmeldung aus Rom zur Anerkennung des Satzungsentwurfs für die künftige Synodalkonferenz komme. Wilmer betonte: "Es geht uns um eine Kirche, in der wir die in den vergangenen Jahren eingeübte und geschätzte Gemeinsamkeit nun in einer Synodalkonferenz weiterentwickeln. Auch auf dieser Wegstrecke sind die Erfahrungen der Gemeinsamen Konferenz für uns eine wichtige Wegmarke."

Ende August war bekanntgeworden, dass die ursprünglich für November geplante erste Sitzung der Synodalkonferenz, einem neuen Beratungs- und Beschlussgremium von Bischöfen und Laien, verschoben wird. Für diesen Teil des Reformwegs der katholischen Kirche in Deutschland liegt bislang die angefragte und notwendige Zustimmung aus dem Vatikan für die Satzung noch nicht vor.

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