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Mit der katholischen Sozialaktion Teil von etwas Großem sein

Wir sind die 72-Stunden-Aktion

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Logo der 72-Aktion auf einer Straßen in München.
Bonn - Was waren wir nicht schon alles: Deutschland, Papst – und Weltmeister. Zugegeben, das waren wir schon lange nicht mehr. Doch mit Aussagen wie "Du bist Deutschland" oder "Wir sind Papst" ist das so eine Sache – mochte ihnen wohl nicht jeder zustimmen. Gut 166.000 Menschen im Land können allerdings mit voller Überzeugung behaupten: Wir sind die 72-Stunden-Aktion.

Denn die große Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend ist mehr als einfach nur etwas Gutes tun. Sie ist auch das Erlebnis eines wunderbaren Gemeinschaftsgefühls.

Die Zahlen klingen toll. Mehr als 110.000 Jugendliche wollen mit über 55.00 Unterstützern innerhalb von 72 Stunden soziale, politische oder ökologische Projekte auf die Beine stellen – sei es, einen Spielplatz oder gar ein ganzes Schwimmbad zu renovieren, ein Fest für Asylanten zu organisieren oder die Umweltfreundlichkeit der Kommune zu dokumentieren.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Grüppchen von nur vier Personen versuchen, ihre Aufgabe zu meistern, oder gut 300 Personen wie bei den Pfadfindern aus Hagen oder der Katholischen Landjugend aus dem emsländischen Messingen gemeinsam an den Start gehen. Allen ist klar, Teil von etwas Großem zu sein.

Dies belegen beispielsweise die zahlreichen 72-Stunden-Gruppen in sozialen Netzwerken wie Facebook. Egal ob beispielsweise auf der entsprechenden Gruppe des Oldenburger Lands, der Diözese Limburg oder der Stadt Andernach am Rhein: Auf den Profilen im sozialen Web leuchtet das Grün des BDKJ und prangt die Zahl 72.

Unzählige Posts, Kommentare, Fotos und Videos sagen: Schaut her! Wir wollen landauf landab etwas Gutes schaffen und haben auch noch Spaß dabei. Und das kommt an. Allein das Video aus dem Erzbistum Freiburg, in dem Jugendliche im "Gangnam Style" für die Aktion werben, haben auf Youtube bereits fast 25.000 Menschen gesehen.

Das deutschlandweite Gemeinschaftsgefühl will katholisch.de mit einer 72-Stunden-Sendung nicht nur abbilden, sondern ebenso nach Kräften fördern. Gruppen aus der gesamten Bundesrepublik sollen in der Sendung ihre Bühne finden, um sich und ihre Aktion zu präsentieren. Die Sendung will somit zusammenführen, was zusammengehört.

Jeder Teilnehmer ist eingeladen, sich daran zu beteiligen – ganz gleich, ob mit eingesandten Videos und Bildern, Impressionen und Interviews via Webcam oder einem pfiffigen Post auf der zugehörigen Facebook-Seite.

Gesellschaftliches Engagement wie die 72-Stunden-Aktion legt einen Finger in eine nicht gerade kleine Wunde. Vielfach kann der Staat sozialen Aufgaben nicht (mehr) nachkommen – es fehlt Geld, es fehlt Personal.

Der Einsatz der Jugendlichen - sei es nun für ein marodes Schwimmbad, arme Menschen oder bedrohte Tiere - tut mehr als Not. Dies belegt der Sozialmarathon der katholischen Jugend. Zugleich ist er ein Beleg dafür, dass Engagement für andere sehr viel Freude bereiten kann.

Und das Ganze macht noch mehr Spaß mit dem Bewusstsein, dass zwischen Flensburg und Passau, Aachen und Görlitz genau in diesen 72 Stunden viele andere junge Menschen die Welt ein Stück weit besser machen wollen.

Von Christoph Meurer

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