Würzburger Priester aus Klerikerstand entlassen
Gegen die Entscheidung des Papstes seien keine Rechtsmittel möglich, hieß es weiter. Grund für die Entlassung durch Papst Franziskus war eine Anzeige des Bistums Limburg Anfang 2015 bei der Kongregation für die Glaubenslehre. W. war sowohl im Bistum Limburg als auch im Erzbistum Bamberg zwischenzeitlich als Priester tätig. In Limburg seien neue Vorwürfe von sexuellen Missbrauchshandlungen durch W. bekannt geworden, die zur jüngsten Anzeige führten, begründete das Bistum Würzburg. Auch in Würzburg selbst hätten sich drei weitere Missbrauchsopfer gemeldet. Bei zwei Opfern seien die Anträge auf finanzielle Entschädigung bereits genehmigt, so die Diözese.
Bereits im Jahr 2000 war W. durch das Landgericht Coburg wegen sexuellen Missbrauchs von drei Kindern in sieben Fällen zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Infolgedessen war der Priester zwangsweise in den Ruhestand mit Zelebrationsverbot versetzt worden. Da er weiterhin die Opfer belästigte, wurde er 2009 durch Bischof Hofmann vom priesterlichen Dienst entpflichtet. Seine Ruhestandsbezüge wurden um 20 Prozent gekürzt. Nach seinem Widerspruch in Rom bestätigte die Glaubenskongregation die erfolgten Maßnahmen. "Wir bedauern das schwere Leid der Opfer und ihrer Familien zutiefst", erklärte die Diözese. Sie verurteile das Verhalten des Priesters "aufs Schärfste". (jml)