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Datenschutz oftmals Hürde

ZdK: Kirche muss Missbrauchsbetroffenen Aufarbeitung ermöglichen

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Berlin - Nach der Vorstellung des Berichts der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung appelliert das Katholikenkomitee auch an die Kirchen. Trotz Datenschutz müssten Betroffene ihren Fall aufarbeiten können.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat die Kirchen aufgefordert, Betroffenen von Missbrauch eine Aufarbeitung zu ermöglichen. Für viele Betroffene sei es entscheidend, ihren eigenen Fall rekonstruieren zu können – "für die persönliche Bewältigung ebenso wie für die Aufarbeitung", sagte ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp am Dienstag in Berlin. Aufklärung stoße derzeit mit Blick auf den Datenschutz an Grenzen. Sie appellierte an die Verantwortlichen, trotz Datenschutz Lösungen zu finden.

Stetter-Karp äußerte sich anlässlich der Vorstellung des ersten Berichts der Missbrauchsbeauftragten Kerstin Claus, mit dem sich nun auch Bundesregierung und Bundestag befassen müssen.  Claus hatte ihren Bericht über den Stand von Aufarbeitung und Prävention am Dienstagmittag vorgestellt.

Weiter plädierte Stetter-Karp dafür, den Paragrafen im Strafgesetzbuch, der die Bestrafung bei sexuellem Missbrauch unter Ausnutzung eines Beratungs-, Behandlungs- oder Betreuungsverhältnisses regelt, um den Missbrauch in einem seelsorglichen Zusammenhang zu ergänzen. Damit würde nicht nur sexueller Missbrauch in diesem nachweislich bestehenden Risikoraum geahndet, so Stetter-Karp. Es würden dann auch über Minderjährige hinaus viele Erwachsene geschützt.

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