800.000 Dollar Schulgeld veruntreut: Ordensfrau muss ins Gefängnis
Bei ihrem Eintritt in den Orden hatte sie eigentlich ein Leben in Armut gelobt – doch diese Ordensfrau unterschlug jahrelang Geld, um ihre Vorliebe für Luxus-Urlaube und Glücksspiel zu finanzieren: In den USA ist eine 80-jährige Schwester des Ordens der Sisters of St. Joseph of Carondelet und ehemalige Leiterin einer katholischen Schule wegen Veruntreuung zu einem Jahr Haft verurteil worden. Laut US-Medienberichten (Montag) entwendete sie insgesamt 800.000 Dollar von den Konten der Schule und verspielte das Geld im Casino.
Aufgeflogen war sie Ende 2018, als das Erzbistum Los Angeles, der Träger der Schule, nach dem Bekanntwerden von Ungereimtheiten in der Kontoführung Ermittlungen einleitete. Die nun verurteilte Ordensfrau habe zunächst Gelder für einen Rücklagenfonds auf ein vergessenes Bankkonto der Schule abgezweigt. Von diesem Konto soll sie sich dann zusammen mit einer zweiten Schwester, die an der Schule als Lehrerin arbeitete, für private Zwecke bedient haben. Dies sei über zehn Jahre lang unbemerkt geblieben, bis beide Schwestern Anfang 2018 in Ruhestand gegangen seien. Während ihrer Amtszeit habe die Schulleiterin Finanzdokumente gefälscht und Mitarbeiter angewiesen, die Veruntreuungen zu vertuschen.
Der Anwalt der Ordensfrau plädierte während des Verfahrens auf Glücksspielsucht und forderte, dass seine Mandantin ihre Strafe in dem Kloster verbüßen dürfe, in dem sie seit der Aufdeckung des Betrugs lebt. Die Schwester selbst hatte sich im Prozess für schuldig erklärt und bereut ihre Tat. "Ich habe gesündigt, ich habe gegen das Gesetz verstoßen und ich habe keine Entschuldigung", wird sie zitiert. (mal)