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Frau habe ihn gefragt, ob ihre Beichte gültig sei

Absolution mit Blick aufs Smartphone – Kardinal kritisiert Priester

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Mexiko-Stadt - Wie viel Smartphone ist zu viel – auch für Priester und Ordensleute? Ein Kardinal aus Mexiko erzählt von Exerzitien und einer irritierenden Beicht-Erfahrung und mahnt nun zu mehr Achtsamkeit im Umgang mit digitalen Geräten.

Ein Geistlicher, der während der Beichte ununterbrochen auf sein Smartphone schaut – sogar während der Absolution? Einen solchen Fall habe es nach Angaben des mexikanischen Kardinals Felipe Arizmendi Esquivel in seiner ehemaligen Diözese San Cristóbal de Las Casas gegeben. Deshalb warnte er vor exzessiver Smartphonenutzung – insbesondere bei Priestern. Wie das spanische Portal "Vida Nueva" am Freitag berichtete, schilderte der Kardinal in einer Kolumne, eine Frau habe ihn gefragt, ob ihre Beichte gültig sei, da der Priester den Blick die ganze Zeit auf sein Smartphone gerichtet habe. "Kaum hatte sie ihre Sünden aufgezählt, erteilte er ihr die Absolution, ohne den Blick vom Telefon abzuwenden", erinnerte sich Esquivel.

"Was für ein Mangel an Respekt seitens des Priesters", betonte er. Besser wäre es gewesen, die Beichte gar nicht erst anzubieten. Gläubige verdienten uneingeschränkte Aufmerksamkeit, so der Kardinal weiter. Er kritisierte außerdem die Nutzung von Smartphones von Priestern, Seminaristen und Ordensleuten während Exerzitien: Häufig konzentrierten sich Teilnehmer "mehr auf ihre Telefone als auf die Meditation".

Die Vorteile des Smartphones bestreite er zwar nicht, räumte Esquivel ein. Doch sei es "in manchen Fällen zu einem Instrument geworden, das Menschen so sehr fesselt, dass sie nicht mehr ohne ihr Telefon leben können". Dadurch entfernten sie sich von den Mitmenschen und der Wirklichkeit, warnte der Kardinal. (mtr)

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