Acht Verletzte bei Schusswaffenangriff nahe Jerusalemer Altstadt
Bei Schüssen nahe der Klagemauer in Jerusalem sind in der Nacht zu Sonntag mindestens acht Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Nach mehrstündigem Polizeieinsatz stellte sich der Angreifer auf einer Polizeistation, wie örtliche Medien berichteten. Es soll sich demnach um einen 27-jährigen Palästinenser aus Ostjerusalem handeln. Zu den Schwerverletzten gehört eine Schwangere, die einen Notkaiserschnitt hatte, sowie ihr Neugeborenes.
Der Verdächtige hatte laut Berichten an zwei Stellen entlang der südlichen Altstadtmauer zwischen dem Zionstor und der Klagemauer das Feuer eröffnet, darunter auf einen Bus. Danach sei ihm zunächst die Flucht gelungen. Die Polizei riegelte die Altstadt zwischenzeitlich ab und setzte bei der Suche nach dem Täter Hubschrauber über mehreren arabischen Stadtvierteln ein. Die Polizei geht laut der Tageszeitung "Haaretz" von einem Einzeltäter aus, befürchtet jedoch mögliche Nachahmungstaten.
Jerusalem sei Israels Hauptstadt und ein Touristenzentrum für alle Religionen. Die Sicherheitskräfte arbeiteten daran, Ruhe und Sicherheit in der Stadt wiederherzustellen, erklärte Ministerpräsident Jair Lapid laut Regierungspressebüro am Sonntag. "Alle, die uns Schaden zufügen wollen, sollten wissen, dass sie für jeden Schaden an unseren Zivilisten einen Preis zahlen werden." (KNA)