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Österreichischer Pfarrer hatte Anti-Asyl-Demonstration unterbrochen

Anfeindungen wegen Glockengeläut

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Fehring - Am vergangenen Wochenende hatte ein Pfarrer in Österreich eine rechte Anti-Asyl-Demonstration mit Glockenläuten unterbrochen. Nun wird er dafür angefeindet. Einige Mitglieder seiner Gemeinde drohen ihm sogar mit dem Kirchenaustritt.

Wiesler hatte am vergangenen Wochenende eine Versammlung der rechtspopulistischen "Identitären Bewegung" in Fehring in der Steiermark mit minutenlangem Glockenläuten gestört. In der 7000-Einwohner-Gemeinde soll eine Flüchtlingsunterkunft für bis zu 150 Menschen entstehen. Rund 50 Personen hatten auf dem Platz vor der Stadtpfarrkirche dagegen demonstriert. "Man muss etwas dagegen tun und darf den Demonstranten nicht die Bühne überlassen", sagte der Pfarrer vor wenigen Tagen. Die "menschenverachtenden Parolen" hätten ihn empört. Mit Hilfe der Glocken habe er "eine Botschaft gegen Fremdenfeindlichkeit und Menschenhass" übermitteln wollen.

Die "Glockenaktion" hatte in der Alpenrepublik einiges Aufsehen erregt. Wiesler selbst habe aber nicht damit gerechnet, dass seine Aktion so weite Kreise ziehen würde. "Ich bekam schon am Sonntag viele Rückmeldungen aus der Steiermark und auch darüber hinaus. Die meisten davon waren positiv", sagte der Pfarrer.

Das hat sich nun geändert. Mehrere Demonstrationsteilnehmer hätten ihm mit einer Sammelklage gedroht, weil sie durch den Glockenlärm nun Hörprobleme hätten. Einige Bürger der Gemeinde hätten zudem angekündigt, aufgrund der Aktion aus der Kirche auszutreten, sagte Wiesler. Österreich kämpft wegen einer verhältnismäßig großen Zahl an Flüchtlingen und Zuwanderern mit Engpässen bei der Unterbringung. (bod/dpa)

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