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Caritas: Erste positive Bilanz für Nepal-Erdbebenhilfe

Arbeit unter Hochdruck

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Freiburg - Ein halbes Jahr nach dem Erdbeben in Nepal ziehen katholische Hilfswerke eine vorsichtig positive Bilanz ihrer Hilfen. Derzeit geht es vor allem um den Bau erdbebensicherer Häuser. Doch die Zeit drängt. Der Winter steht vor der Tür.

Besonders Kinder sowie arme, alte und behinderte Menschen seien unterstützt worden, teilte das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes am Dienstag in Freiburg mit.

1.500 Häuser werden gebaut

Nun liege die Priorität auf dem Bau von rund 1.500 erdbebensicheren Häusern in der vom Beben besonders betroffenen Region Sindhupalchok. Die Bevölkerung werde an den Arbeiten beteiligt, die unter hohem Zeitdruck liefen: "Die Menschen wollen ihr Leben so schnell wie möglich wieder in die eigenen Hände nehmen. Dabei wollen wir sie so gut wie möglich unterstützen", erläuterte Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

Im November beginne in Nepal der Winter. Als Überganghilfe verteile die Caritas Öfen, warme Kleidung, Decken und Heizmaterial. Die Vorbereitung für die kalte Jahreszeit habe derzeit höchste Priorität.

Auch die Malteser sind in Nepal engagiert. Sie hätten in den ersten sechs Monaten nach dem Beben etwa 70.000 Menschen mit Grundnahrungsmitteln, Hygieneartikeln und Zeltplanen und ähnlichem versorgt, teilte Arno Coerver, Länderkoordinator von Malteser International, in Köln mit.

Malteser: Ein strenger Winter steht bevor

Auch er betonte: "Laut Wettervorhersage steht den Menschen ein strenger Winter bevor". In den Wintermonaten Dezember bis Februar sinke die Schneefallgrenze auf 2.000 Meter, so dass auch ein Teil der Projektregion des Hilfswerks betroffen sein wird." Malteser International will in sieben Gemeinden mit den Bewohnern winterfeste Unterkünfte für Familien bauen.

Nach Angaben von Oliver Müller spendeten die Deutschen für die Nepal-Hilfe der Caritas bislang 10,3 Millionen Euro. Die Malteser haben nach eigenen Angaben bisher aus Spenden und öffentlichen Mitteln rund eine Million Euro einsetzen können, weitere Hilfen seien geplant.

Bei der Serie von Erdbeben im April und Mai starben in Nepal Tausende Menschen. Rund zwei Millionen Familien verloren ihre Häuser und Wohnungen. (gho/dpa/KNA)

20.10.2015, 15:00 Uhr: Ergänzt um die Angaben von Malteser International.

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