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Bischof: Christen lassen sich von Boko Haram nicht einschüchtern

Armee tötet 13 Islamisten

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Nach Kämpfen mit Boko Haram läuft ein nigerianischer Junge an einem ausgebrannten Auto in Maiduguri vorbei.
Lagos - In Nigeria sind am Neujahrstag bei Gefechten zwischen der Armee und der Islamistengruppe Boko Haram 14 Menschen getötet worden. Nach Angaben eines Militärsprechers starben 13 Extremisten und ein Soldat. Zivile Opfer habe es bei den Gefechten im Nordosten des Landes nicht gegeben. Wie der US-Sender CNN am Mittwoch berichtete, hat die Terror-Sekte im Norden Nigerias seit Weihnachten mindestens 34 Menschen getötet, die meisten davon waren Christen.

Trotz dieser Massaker wollen sich die Christen in dem westafrikanischen Land nicht einschüchtern lassen, sagte der Vorsitzende der nigerianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ignatius Kaigama, Radio Vatikan. Das Jahr 2012 sei mit den vielen Attacken gegen Kirchen ein schwieriges Jahr gewesen, aber die Christen würden nicht aufgeben. Sie kämen weiterhin in die Messe, nur wenige hätten Angst, sagte der Erzbischof von Jos: "Wir müssen sagen, dass die Mehrheit der Christen sehr stark ist. Wir machen so weiter und hoffen, dass das neue Jahr anders wird: dass es ein Jahr der Harmonie und des Friedens für alle von uns werden kann, Muslime und Christen."

Wir haben zig Attacken gegen Kirchen erlitten. Es waren sicherlich sehr schwierige Momente.

Erzbischof Ignatius Kaigama

Die Terroristen griffen oft sonntags an; die Kirche werde "zur Zielscheibe", wenn sich die Christen zum Gebet versammelten, berichtet der Kirchenmann. Solche Attentate könnten jedoch den Glauben nicht töten, "das kann nicht die Liebe für den christlichen Glauben verringern". Mit Blick auf den Jahresbeginn sagte Kaigama, dass die Christen weiterhin ihren Glauben praktizieren würden. "Und wir hoffen, mit Liebe und der Stärke unseres Glaubens gegen diese diabolischen Personen gewinnen zu können", schloss der Erzbischof.

Hintergrund:

Nigeria ist mit rund 160 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas und besteht zu etwa gleichen Teilen aus Muslimen und Christen. Der Norden ist stark islamisch geprägt; in zahlreichen Bundesstaaten gilt das islamische Recht, die Scharia. Im Süden leben überwiegend Christen. Boko Haram will nach eigenen Angaben die flächendeckende Einführung der Scharia in Nigeria, was jedoch im Widerspruch zur nigerianischen Verfassung steht. Nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" sollen seit dem Jahr 2009 mehr als 2.000 Menschen bei Anschlägen getötet worden sein.

Boko Haram kämpft für einen islamistischen Gottesstaat und hat sich zu zahlreichen Angriffen auf Christen im Land bekannt. Sechs Teilnehmer an einer Christmette starben bei einem Anschlag an Heiligabend, am Freitag wurde 15 Menschen im Dorf Musari im Schlaf die Kehle aufgeschlitzt. An Silvester fand man die Leichen von weiteren 15 Christen in der Kirche von Chibok, die beim Sonntagsgottesdienst getötet wurden. (luk/mit Material von Radio Vatikan und CNN)

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